Ob ein Farn im Winter grün bleibt oder einzieht, sieht man im Topf nicht – und genau das entscheidet, wo er hingehört. Wintergrüne Farne halten im Schatten auch im Winter Struktur, sommergrüne ziehen im Herbst ein und treiben im Frühjahr mit eingerollten Farnschnecken neu aus. Alle neun Farne hier wachsen im Halbschatten bis Schatten und sind winterhart bis mindestens −20 °C.
Welcher Farn passt?
Wintergrün: Struktur auch im Winter
Der Goldschuppenfarn (Dryopteris affinis) ist bei uns heimisch und wird 80–100 cm hoch, Stiele und Mittelrippen sind dicht goldbraun beschuppt. Kleiner sind seine gekräuselten Formen: 'Crispa' (50–60 cm) und der Zwerg-Goldschuppenfarn 'Crispa Congesta' (25–35 cm). Der Filigranfarn 'Herrenhausen' (40–50 cm) hat sehr fein gefiederte, weich wirkende Wedel. Der Europäische Rippenfarn (30–50 cm) trägt glänzende, kammartige Wedel und braucht kalkfreien Boden. Ganz anders sieht der Hirschzungenfarn aus: ungeteilte, breite, zungenförmige Blätter von 30–50 cm. Er ist der Farn für kalkhaltigen Boden.
Sommergrün: Farbe und Größe
Die Regenbogenfarne bringen Farbe in den Schatten: 'Burgundy Lace' (30–40 cm) silbrig mit weinroter Mitte, 'Red Beauty' (40–50 cm) silbrig-graugrün mit weinroten Stielen. Beide treiben grünlich aus und färben sich erst nach einigen Wochen, der Austrieb kommt oft erst im Mai. Der größte Farn ist der Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris): 80–120 cm, trichterförmig, für feuchte Böden bis an den Teichrand und winterhart bis etwa −30 °C. Er bildet Ausläufer.
Wer verschiedene Farne kennenlernen will, nimmt die Farn-Kollektion mit 'Red Beauty', 'Crispa' und Straußenfarn. Alle Farne kommen im 11 × 11 cm Topf (1 Liter).
Standort, Boden und Pflege
Farne wollen Halbschatten bis Schatten und einen humosen, frischen bis feuchten Boden ohne Staunässe. Morgen- oder Abendsonne geht, Mittagssonne trocknet die Wedel aus. Beim Pflanzen Kompost oder Laubhumus einarbeiten und im ersten Jahr regelmäßig gießen.
Geschnitten wird im März, nicht im Herbst: Schneiden Sie die alten Wedel bodennah ab, bevor die neuen ausrollen. Herbstlaub zwischen den Farnen bleibt liegen – es schützt den Wurzelstock und düngt zugleich.
Farne kombinieren
Im Schattenbeet passen Farne zu Funkien, Elfenblumen, Schaumblüten, Kaukasus-Vergissmeinnicht und Christrosen. Feine Gräser wie Seggen und Japanisches Berggras lockern die Wedel auf. Mischen Sie wintergrüne und sommergrüne Farne, dann bleibt das Beet auch im Winter nicht leer. Mehr Ideen unter Schatten- und Waldgarten und Stauden für Schatten.
Häufige Fragen zu Farnen
Welche Farne sind wintergrün?
Goldschuppenfarn, 'Crispa', 'Crispa Congesta', Filigranfarn, Rippenfarn und Hirschzungenfarn. Die Regenbogenfarne und der Straußenfarn ziehen im Herbst ein.
Mein Farn ist im Winter weg – ist er eingegangen?
Bei sommergrünen Farnen nicht. Sie treiben im April oder Mai neu aus. Bitte nicht ausgraben.
Welcher Farn verträgt Kalk?
Der Hirschzungenfarn verträgt kalkhaltigen Boden gut, der Filigranfarn leicht kalkhaltigen. Der Rippenfarn braucht kalkfreien Boden.
Welcher Farn wird am größten?
Der Straußenfarn mit 80–120 cm, danach der Goldschuppenfarn mit 80–100 cm. Am kleinsten bleibt 'Crispa Congesta' mit 25–35 cm.