Japanisches Blutgras ist das einzige Gras, das man gegen die Sonne pflanzt. Das Rot der Halme leuchtet erst im Gegenlicht richtig – morgens oder in der Abendsonne, wenn das Licht durch die Blätter fällt. Steht es mit der Sonne im Rücken, wirkt dieselbe Pflanze halb so gut.
Zwei Pflanzen, die sich nur den Namen teilen
'Red Baron' – das rote Blutgras, 40 bis 60 cm
'Red Baron' treibt im Frühjahr grün aus und färbt sich im Lauf der Saison von der Spitze her tiefrot – im Spätsommer ist der ganze Halm durchgefärbt. Es bleibt mit 40 bis 60 cm niedrig, wächst langsam und gehört deshalb nach vorn: an den Beetrand, an den Weg, in den Trog. Einzeln gesetzt geht es unter; in Gruppen von fünf bis sieben Stück wirkt es wie eine Glut im Beet.
Die Art – Silberhaargras, 80 bis 120 cm
Die reine Art Imperata cylindrica ist eine andere Pflanze: grün statt rot, doppelt so hoch und mit silbrigen, fedrigen Blütenrispen im Spätsommer, die 'Red Baron' bei uns kaum bildet. Sie ist deutlich robuster – winterhart bis etwa −20 °C – und gehört in die zweite Reihe.
Standort, Boden und der Winter
Beide stehen sonnig bis halbschattig. Bei 'Red Baron' entscheidet die Sonne über die Farbe: Im Schatten bleibt sie grünlich. Der Boden soll humos und durchlässig sein und frisch bis feucht – anders als die meisten Ziergräser mag das Blutgras keine Trockenheit. Im ersten Standjahr ist regelmäßiges Gießen Pflicht.
Der wichtigste Punkt: 'Red Baron' ist mit etwa −15 °C nur bedingt winterhart. In milden Lagen kommt es ohne Schutz durch, in rauen Lagen und im Kübel braucht es eine Abdeckung aus Laub oder Reisig – und vor allem einen Boden, der im Winter kein Wasser hält. Geschnitten wird im Spätwinter, Februar oder März, bodennah: Bis dahin sind die alten Halme der Winterschutz.
Rechnen Sie mit Geduld. Blutgras wächst langsam und braucht zwei bis drei Jahre, bis der Horst geschlossen ist – dafür wandert es nicht und muss nie geteilt werden.
Blutgras im Beet kombinieren
Rot neben Rot wird unruhig – 'Red Baron' braucht ruhige Nachbarn. Bewährt haben sich silbrige und blaugraue Partner: Blauschwingel, Blauraute und Edeldistel. Als Gegengewicht in der Höhe passen Rutenhirse und Chinaschilf dahinter. Flächig darunter funktioniert die Mittagsblume. Das fertige Bild finden Sie im modernen Garten.
Häufige Fragen zum Japanischen Blutgras
Warum färbt sich mein Blutgras nicht rot?
Fast immer zu wenig Sonne. Die Rotfärbung baut sich über die Saison auf – im Mai ist die Pflanze noch grün, im August durchgefärbt. Wer im Frühsommer nachsieht und enttäuscht ist, hat einfach zu früh geschaut.
Ist Blutgras winterhart?
'Red Baron' bis etwa −15 °C, die grüne Art bis etwa −20 °C. In rauen Lagen empfehlen wir bei 'Red Baron' eine Winterabdeckung. Gefährlicher als die Kälte ist auch hier Staunässe im Winter.
Wuchert Blutgras?
Bei uns nicht. 'Red Baron' wächst horstbildend und dazu ausgesprochen langsam – die Sorte bildet in mitteleuropäischem Klima praktisch keine Samen. Sie bleibt, wo Sie sie hinsetzen.
Kann ich Blutgras im Kübel halten?
Ja, und im Gegenlicht auf einer Terrasse kommt es besonders gut zur Geltung. Achten Sie auf gleichmäßige Feuchtigkeit – im Topf trocknet es schneller aus, als ihm lieb ist – und stellen Sie den Kübel im Winter geschützt und trocken.





