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Chinaschilf ist das Gerüst im Herbstbeet – und die Gattung mit der größten Spannweite in unserem Sortiment: Unsere 39 Sorten reichen von 80 cm bis 3,50 m. Weil fast alle schlicht „Chinaschilf“ heißen, entscheidet nicht der Name, sondern die Endhöhe. Danach ist diese Seite sortiert.
Welches Chinaschilf passt in Ihren Garten?
Bis 140 cm – für Kübel, kleine Gärten und den Beetrand
Diese Sorten bleiben so niedrig, dass sie ein Beet gliedern, ohne es zuzustellen. Am kompaktesten ist 'Little Miss' mit 80 bis 100 cm und rötlich überlaufenem Laub, das im Herbst leuchtend rot wird. Ähnlich klein bleiben 'Yaku Jima' und 'Adagio' (beide 80–120 cm), dazu das quergestreifte 'Little Zebra'. Etwas höher werden 'Gracillimus Nana' (100–120 cm), 'Kleine Fontäne' (100–140 cm) und 'Kleine Silberspinne' (120–140 cm). Für einen Kübel rechnen Sie mit mindestens 40 Litern – bei weniger trocknet der Ballen im Sommer zu schnell aus.
150 bis 200 cm – das Rückgrat im Staudenbeet
Hier liegt die Mehrzahl der Sorten, und hier entscheidet die Farbe (siehe unten). Klassiker mit feinem, schmalem Laub sind 'Gracillimus' und 'Graziella' (je 150–180 cm) sowie 'Silberspinne' (120–150 cm). Kräftiger und breiter im Auftritt sind 'Malepartus' (180–200 cm, purpurrote Rispen) und 'Cabaret' (160–200 cm). Dazwischen liegen 'Hermann Müssel', 'Navajo', 'Purpurascens', 'Nishidake', 'Flamingo', 'China', 'Ghana', 'Verneigung' und 'Versammlung'.
Über 200 cm – Sichtschutz in einer Saison
Wer eine grüne Wand für den Sommer sucht, nimmt Riesenchinaschilf (Elefantengras, 250–350 cm) oder 'Alligator'. Etwas niedriger und im Beet leichter zu halten sind 'Goliath' (200–250 cm), 'Condensatus' (bis 250 cm), 'Meidl' (bis 300 cm) und 'Silberfeder' (180–220 cm). Wichtig: Diese Höhe steht erst ab dem zweiten oder dritten Standjahr. Im Pflanzjahr bleibt der Horst deutlich kleiner.
Rot, Silberweiß oder gestreift?
Bei ähnlicher Höhe entscheidet die Farbe. Rote Rispen und rote Herbstfärbung bringen 'Ferner Osten', 'Red Cloud®', 'Rotsilber' und 'Pink Cloud' (rosa). Silberweiß blühen 'Champagner' und 'Federweißer'.
Bei den gestreiften Sorten lohnt der genaue Blick, denn es gibt zwei verschiedene Muster: 'Strictus', 'Zebrinus' und 'Giraffe' tragen gelbe Querbänder – daher der Name Zebraschilf. 'Variegatus' und 'Morning Light' dagegen haben helle Längsstreifen und wirken aus der Entfernung silbrig statt gemustert.
Standort, Boden und der eine Termin, der zählt
Alle 39 Sorten stehen sonnig bis halbschattig. In der Sonne bleiben die Halme standfest, im Halbschatten wächst der Horst lockerer und neigt eher zum Auseinanderfallen. Der Boden soll durchlässig sein; Staunässe im Winter ist der einzige Weg, ein Chinaschilf zu verlieren. Winterhart sind die Sorten bis −20 °C, viele bis −25 °C.
Geschnitten wird erst im Frühjahr, nicht im Herbst. Die trockenen Halme schützen den Horst über den Winter und sind bei Raureif das Schönste, was das Beet zu bieten hat. Der Termin ist Februar oder Anfang März, bevor der Neuaustrieb kommt: alles eine Handbreit über dem Boden abschneiden. Wer im Herbst schneidet, verschenkt vier Monate Struktur und riskiert, dass Wasser in die hohlen Halme läuft.
Chinaschilf im Beet kombinieren
Chinaschilf gibt die Höhe vor, die Blütenstauden füllen darunter auf. Bewährt haben sich Sonnenhut und Purpursonnenhut für den Spätsommer, Blauraute und Edeldistel für den blauen Gegenpol. Unter den Gräsern ist die Rutenhirse der natürliche Partner: Sie bleibt niedriger, blüht früher und bringt eine zweite Textur ins Bild. Fertig geplant finden Sie diese Zusammenstellung im Kies- und Präriegarten.
Häufige Fragen zu Chinaschilf
Wuchert Chinaschilf?
Nein. Chinaschilf wächst horstbildend – es bleibt an seinem Platz und bildet keine unterirdischen Ausläufer. Der Horst wird von Jahr zu Jahr breiter, aber er wandert nicht. Eine Wurzelsperre wie beim Bambus ist nicht nötig.
Wann schneidet man Chinaschilf zurück?
Im Februar oder Anfang März, eine Handbreit über dem Boden. Tragen Sie dabei Handschuhe: Die Blattränder sind fein gesägt und schneiden bei Zug durch die Hand.
Warum blüht mein Chinaschilf nicht?
Meist ist die Sorte für den Standort zu spät dran. Die späten Sorten öffnen ihre Rispen erst im September, und in einem kühlen Sommer reicht die Wärme dann nicht mehr. Sicherer sind die früh blühenden Sorten von August an – dazu gehören 'Malepartus', 'Ferner Osten' und die kleinen wie 'Adagio'. Der zweite Grund ist zu wenig Sonne.
Wie viele Pflanzen brauche ich für einen Sichtschutz?
Die hohen Sorten werden 100 bis 150 cm breit. Für eine geschlossene Reihe rechnen Sie deshalb mit einer Pflanze je 100 bis 120 cm. Enger gesetzt schließt die Wand ein Jahr früher, kostet aber entsprechend mehr. Da Chinaschilf im Winter eingezogen ist, ist es Sichtschutz von Mai bis Februar – wer ganzjährig blickdicht braucht, ist mit Fargesia-Bambus besser bedient.

















































































