Die beiden Federgräser im Sortiment haben außer dem Namen wenig gemeinsam. 'Pony Tails' wird mit Blüte 40 bis 60 cm hoch und bewegt sich beim kleinsten Luftzug, das Riesen-Federgras schiebt goldene Rispen auf 180 bis 250 cm. Gemeinsam ist ihnen der Anspruch: volle Sonne und ein durchlässiger Boden. Beide sind winterhart bis etwa −20 °C.
Welches Federgras passt zu Ihrem Garten?
'Pony Tails': das Bewegungsgras für vorne
Stipa tenuissima 'Pony Tails', auch Engelshaargras genannt, bildet kompakte Horste aus haarfeinen Halmen: Laubhorst 30 bis 40 cm, mit Blütenrispen 40 bis 60 cm, 30 bis 40 cm breit. Im Juni und Juli erscheinen seidige, cremefarbene Rispen, die bis in den Herbst stehen bleiben. Das Laub ist im Sommer hellgrün bis goldgelb und wird nach starkem Frost strohblond. Es passt an den Beetrand, in Kies- und Steppengärten und in Kübel. Für eine geschlossene Fläche rechnen Sie mit sechs bis acht Pflanzen pro Quadratmeter.
Stipa gigantea: das Riesen-Federgras zum Durchschauen
Das Riesen-Federgras wird mit Blütenrispen 180 bis 250 cm hoch und 80 bis 120 cm breit. Von Juni bis August stehen goldgelbe bis bronzefarbene, glänzende Rispen über dem schmalen, graugrünen Laub. Die Höhe steckt fast ganz in den lockeren Blütenhalmen, man sieht durch sie hindurch. Deshalb darf das Riesen-Federgras auch weiter vorn stehen, wo eine geschlossene Pflanze dieser Höhe alles verdecken würde. Bei durchlässigem Boden ist es langlebig.
Standort, Boden und Rückschnitt
Beide wollen einen sonnigen Platz. 'Pony Tails' bevorzugt sandig-kiesigen, eher mageren Boden – zu viel Nährstoff macht die Halme schlaff. Das Riesen-Federgras darf nährstoffreicher stehen, trocken bis frisch. Was beide nicht vertragen, ist Staunässe. Auf schwerem Lehm lohnt sich eine Drainageschicht aus Kies.
Der Rückschnitt unterscheidet sich: 'Pony Tails' wird nicht heruntergeschnitten. Im Frühjahr kämmen Sie die alten Halme mit den Fingern aus oder kürzen sie leicht, damit Platz für den neuen Austrieb ist. Beim Riesen-Federgras schneiden Sie im Spätwinter die alten Blütenhalme etwa 10 cm über dem Boden ab.
An Stellen, die ihm gefallen, sät sich 'Pony Tails' selbst aus. Wer das nicht möchte, schneidet die Rispen im Spätsommer vor der Samenreife ab.
Federgras kombinieren
'Pony Tails' passt zu Lavendel, Salbei, Prachtkerze und Purpursonnenhut. Das Riesen-Federgras steht gut mit Blauraute, Edeldistel und Rutenhirse. Ideen für ganze Pflanzungen finden Sie unter Kies- und Präriegarten.
Häufige Fragen zum Federgras
Ist Federgras winterhart?
Ja, beide Arten bis etwa −20 °C. Gefährlicher als Kälte ist nasser Boden im Winter. In rauen Lagen schützt etwas Laub oder Reisig.
Warum sieht 'Pony Tails' im Frühjahr strohig aus?
Nach starkem Frost wird das Laub strohblond. Das ist normal. Kämmen Sie die alten Halme im Frühjahr aus, dann kommt das frische Grün durch.
Darf das Riesen-Federgras vorne im Beet stehen?
Ja. Trotz seiner Höhe ist es so locker, dass man hindurchsieht. Mit etwas Abstand zu den Nachbarn kommt die Form am besten zur Geltung.
Geht Federgras im Kübel?
'Pony Tails' ja, in einem Gefäß mit Abzugsloch und durchlässiger Erde. Für das Riesen-Federgras ist ein Kübel zu klein.





