Die Sommerspiere blüht an den Trieben, die sie im selben Jahr bildet – und daraus folgt alles Weitere: Je kräftiger man sie im Frühjahr zurückschneidet, desto reicher blüht sie im Sommer. Vier Sorten zwischen 40 und 100 cm, alle winterhart bis −25 °C, alle von Juni bis August in Blüte.
Welche Spiere passt in Ihr Beet?
Nach Blütenfarbe
Am kräftigsten blüht 'Anthony Waterer' in tiefem Purpurrosa, dazu 60 bis 100 cm hoch – die größte der vier. 'Little Princess' bringt ein weicheres Rosa auf 40 bis 60 cm. Wer Weiß sucht, nimmt 'Albiflora' (50 bis 80 cm) – die einzige weiß blühende Sorte und ein Magnet für Schmetterlinge.
Wenn das Laub wichtiger ist als die Blüte
'Golden Princess' ist der Sonderfall: goldgelbes Laub von Frühjahr bis Herbst, im Oktober orange bis kupferfarben. Sie blüht rosa wie die anderen, gekauft wird sie aber wegen der Blattfarbe – als dauerhafter heller Fleck in einer grünen Pflanzung, wo sonst nur ein Gehölz mit Panaschierung helfen würde.
Alle vier färben sich im Herbst noch einmal: 'Little Princess' orange-rot, 'Anthony Waterer' gelb bis rot, 'Albiflora' goldgelb.
Standort, Schnitt und der Grund für den Schnitt
Spieren stehen sonnig bis halbschattig und wollen einen lockeren, humosen Boden. Ansonsten sind sie so anspruchslos, wie ein Gehölz nur sein kann – winterhart bis −25 °C, keine typischen Krankheiten, kein Winterschutz.
Der eine Termin ist der Frühjahrsschnitt. Weil die Blüte am diesjährigen Holz entsteht, kostet ein Rückschnitt keine einzige Blüte – er bringt im Gegenteil mehr davon. Schneiden Sie im März kräftig zurück, bei den Zwergsorten auf etwa eine Handbreit über dem Boden. Ohne Schnitt verkahlen die Sträucher von innen und blühen nach ein paar Jahren nur noch an den Spitzen.
Ein zweiter, leichter Schnitt direkt nach der ersten Blüte im Juli bringt häufig einen zweiten Flor im Spätsommer. Für eine niedrige Hecke rechnen Sie mit drei Pflanzen pro laufendem Meter, im Beet mit drei bis vier pro Quadratmeter.
Spieren im Beet kombinieren
Die Spiere ist ein Füllgehölz – sie schließt Lücken zwischen größeren Sträuchern und hält das Beet in der Zeit zusammen, in der die Stauden Pause machen. Gut daneben: Fingerstrauch mit derselben langen Blütezeit, Blauraute als blauer Gegenpol und Kranzspiere als flächiger Unterwuchs. Unter den Stauden passen Sonnenhut und Storchschnabel zur selben Zeit. Eine Übersicht aller Sträucher finden Sie bei den Gehölzen.
Häufige Fragen zur Sommerspiere
Wann schneidet man die Sommerspiere?
Im März, kräftig. Anders als bei frühjahrsblühenden Sträuchern schneidet man hier keine Blütenknospen weg – die entstehen erst am neuen Trieb. Ein Schnitt im Herbst ist nicht nötig und nimmt der Pflanze den Frostschutz.
Wie hoch wird sie wirklich?
Zwischen 40 und 100 cm, je nach Sorte – und je nach Schnitt. Wer jedes Frühjahr tief zurücknimmt, hält auch 'Anthony Waterer' dauerhaft bei 60 cm. Ohne Schnitt wachsen alle Sorten in die obere Hälfte ihrer Spanne.
Eignet sich die Spiere für eine niedrige Hecke?
Ja, das ist eine ihrer besten Verwendungen. Sie ist sehr schnittverträglich und bleibt von Natur aus dicht und rundlich. Nur blickdicht ist sie nicht: Im Winter steht sie kahl.
Blüht sie wirklich den ganzen Sommer?
Von Juni bis August, mit dem Schwerpunkt im Juni und Juli. Wer die verblühten Dolden ausschneidet, verlängert die Blüte spürbar – und bekommt oft einen zweiten Flor im Spätsommer.









