









Miscanthus sinensis 'Lady in Red' / Rotlaubiges Chinaschilf
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Miscanthus sinensis 'Lady in Red' – Rotes Laub, silberweiße Rispen: der Herbstauftritt ab September
Produktbeschreibung
Miscanthus sinensis 'Lady in Red' dreht das Prinzip der roten Chinaschilfe um. Bei den bekannten Sorten ist die Blüte rot und das Laub grün. Hier ist es umgekehrt: das Blatt trägt die Farbe, und die Rispe steht silberweiß darüber.
Schon der Austrieb ist dunkelviolett und grün gezeichnet, jedes Blatt mit einer hellen Mittelrippe, die den roten Ton noch klarer wirken lässt. Der große Auftritt kommt aber im September – dann färbt der ganze Horst leuchtend rot durch und hält die Farbe bis zum ersten Nachtfrost. Zur selben Zeit schieben sich die silberweißen Federrispen über das Laub. Beides zusammen, roter Horst und helle Rispe, ist das, wofür man diese Sorte pflanzt.
'Lady in Red' wächst horstig, straff aufrecht und ohne Ausläufer und erreicht mit Blütenständen etwa 120 bis 150 cm, an warmem, sonnigem Platz bis 160 cm, bei rund 60 bis 80 cm Breite – mittelhoch also, nicht raumgreifend wie die großen Chinaschilfe. Nach dem Frost geht der Horst in ein warmes Mahagonibraun über, die Rispen bleichen weizenbeige aus, und beides bleibt den Winter über stehen.
Geliefert wird 'Lady in Red' im 11 × 11 cm-Topf mit 1 Liter Substrat, frisch aus unserem Bestand. Wie hoch der Aufwuchs dabei ist, hängt von der Jahreszeit ab – im Frühjahr nach dem Rückschnitt kommt die Pflanze kurz, im Sommer und Herbst mit vollem Laub.
Vorteile von Miscanthus sinensis 'Lady in Red'
Rotes Laub, nicht nur rote Blüte: Die Farbe sitzt im Blatt – ab September färbt der ganze Horst durch.
Zwei Farben gleichzeitig: Silberweiße Rispen über leuchtend rotem Laub, bis zum ersten Nachtfrost.
Mittelhoch statt riesig: 120 – 150 cm passen auch dort, wo 250 cm zu viel wären.
Horstig ohne Ausläufer: Der Horst wird breiter, wandert aber nicht durchs Beet.
Struktur im Winter: Der Horst geht in warmes Mahagonibraun über, bleibt stehen, trägt Raureif und wird erst im Frühjahr geschnitten.
Merkmale und Eigenschaften
Botanischer Name: Miscanthus sinensis 'Lady in Red' PBR
Deutscher Name: Chinaschilf 'Lady in Red', rotlaubiges Chinaschilf
Wuchsform: Horstig, straff aufrecht, überhängende Blattbögen, keine Ausläufer
Topfgröße: 11 × 11 cm (1 Liter)
Höhe: ca. 120 – 150 cm mit Blütenständen, an günstigem Standort bis 160 cm
Breite: ca. 60 – 80 cm
Pflanzabstand: 80 – 100 cm (1 – 2 Pflanzen je m²)
Blattfarbe: Austrieb dunkelviolett und grün mit heller Mittelrippe, ab September leuchtend rot, im Winter mahagonibraun
Blüte: Silberweiße Federrispen, ab September bis zum ersten Nachtfrost
Standort: Sonnig bis halbschattig – die volle Rotfärbung braucht Sonne
Boden: Gut durchlässig, mäßig feucht, keine Staunässe
Winterhärte: Bis ca. −23 °C
Pflegeaufwand: Gering
Sortenschutz: Geschützte Sorte, EU-Sortenschutz 63250
Besonderheiten: Rotes Laub statt roter Blüte, heller Blütenkontrast, mittelhoher Wuchs
Pflegehinweise
Standort: Miscanthus sinensis 'Lady in Red' kommt mit sonnigen bis halbschattigen Plätzen zurecht. Für die volle Rotfärbung braucht sie Sonne – im Schatten wächst die Pflanze zwar, das Laub bleibt aber überwiegend grün, und damit fehlt genau das, was diese Sorte ausmacht. Ein warmer, windgeschützter Platz verlängert den Herbstauftritt.
Boden: Ideal ist ein gut durchlässiger Boden mit mäßiger Feuchtigkeit. Staunässe unbedingt vermeiden, besonders im Winter – nasse Füße im Februar sind für Chinaschilf gefährlicher als Frost.
Bewässerung: Im ersten Jahr regelmäßig gießen, bis der Horst angewachsen ist. Danach kommt 'Lady in Red' mit normalen Sommern gut zurecht und braucht nur in langen Hitzeperioden Wasser.
Düngung: Eine Kompostgabe im Frühjahr genügt. Zu viel Stickstoff macht die Halme weich und kostet Standfestigkeit.
Rückschnitt: Erst im Frühjahr auf etwa 10 – 15 cm über dem Boden schneiden, bevor der neue Austrieb kommt. Die alten Halme schützen den Wurzelstock über den Winter.
Austrieb: Chinaschilf treibt spät aus – im April ist ein noch kahler Horst normal und kein Grund zur Sorge.
Im Kübel: Ab etwa 40 Litern Gefäßvolumen, durchlässiges Substrat, Abzugsloch. Im Winter das Gefäß an die Hauswand rücken und auf Füße stellen, damit es nicht durchnässt.
Gestaltungstipps
Als Einzelstück: Ein freistehender Horst vor heller Wand oder Rasen zeigt die Blattfarbe am deutlichsten.
Im Präriebeet: Zusammen mit Echinacea, Rudbeckia, Sedum und Perovskia – das Rot nimmt die warmen Blütentöne auf.
Als lockere Reihe: Drei bis fünf Pflanzen in 80 – 100 cm Abstand geben eine durchlässige Raumteilung von Juni bis in den Winter.
Zwischen Grüntönen: Vor dunklem Nadelgehölz oder neben grünlaubigen Gräsern wie 'Gracillimus' wirkt das Rot am stärksten.
Im großen Kübel: Auf Terrasse und Dachgarten, solange das Gefäß groß genug ist und Wasser abziehen kann.
Ehrlich gesagt: wann 'Lady in Red' nicht passt
Wenn Sie ein rot blühendes Chinaschilf suchen. Hier ist das Blatt rot und die Rispe silberweiß. Für rote Blüten sind 'Ferner Osten' oder 'Red Cloud®' die richtige Wahl.
Wenn Sie schon im Frühsommer Rot sehen wollen. Der Austrieb ist violett gezeichnet, die leuchtende Färbung kommt erst ab September.
Wenn Sie hohen Sichtschutz brauchen. Mit 150 cm reicht diese Sorte dafür nicht – dann sind 'Goliath' oder Miscanthus × giganteus passender.
Wenn der Boden schwer und dauerfeucht ist. Winternässe verträgt Chinaschilf deutlich schlechter als Trockenheit.
Wenn Sie im Frühjahr eine große Pflanze erwarten. Chinaschilf wird im Frühjahr bodennah geschnitten – wer im März bestellt, bekommt einen kurzen Aufwuchs im vollen Topf. Wer die Pflanze gleich groß sehen will, bestellt im Sommer.
Wenn es sofort wirken soll. Im ersten Jahr wurzelt die Pflanze vor allem; Größe und volle Farbe stehen ab dem zweiten Standjahr.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
1. Ist bei 'Lady in Red' die Blüte rot?
Nein. Rot ist das Laub, die Federrispen sind silberweiß. Genau dieser Kontrast ist der Unterschied zu 'Ferner Osten' oder 'Red Cloud®', bei denen die Blüte die Farbe trägt.
2. Wann färbt sich das Laub?
Der Austrieb ist bereits dunkelviolett und grün gezeichnet. Leuchtend rot färbt der Horst ab September und hält die Farbe bis zum ersten Nachtfrost. Sonne und das zweite Standjahr verstärken die Färbung deutlich.
3. Wie hoch wird die Pflanze?
120 – 150 cm mit den Blütenständen, an warmem, sonnigem Platz bis 160 cm, bei rund 60 – 80 cm Breite. Diese Maße erreicht sie ab dem zweiten bis dritten Standjahr.
4. Ist 'Lady in Red' winterhart?
Ja, bis ca. −23 °C. Die Halme bleiben über den Winter stehen und werden erst im Frühjahr geschnitten. Wichtiger als der Frost ist ein Boden, auf dem im Winter kein Wasser steht.
5. Wie hoch kommt die Pflanze bei mir an?
Das hängt davon ab, wann Sie bestellen. Chinaschilf wird im Frühjahr bodennah zurückgeschnitten – direkt danach ist der Aufwuchs nur wenige Zentimeter hoch. Bis zum Sommer treibt er auf 60 bis 80 cm durch. Der Topf ist immer derselbe: 11 × 11 cm mit 1 Liter Substrat und einem gut durchwurzelten Ballen. Eine kurz geschnittene Pflanze im März ist kein Mangel – sie wächst in derselben Saison durch.
6. Breitet sich das Chinaschilf im Beet aus?
Nein. Es wächst horstig ohne Ausläufer. Der Horst wird von Jahr zu Jahr etwas breiter, wandert aber nicht.
Fazit
Miscanthus sinensis 'Lady in Red' ist das Chinaschilf für alle, die Rot nicht erst zur Blüte wollen: ab September färbt das Laub leuchtend rot durch, und darüber stehen gleichzeitig die silberweißen Federrispen. Mittelhoch, standfest und horstig – ein Gras, das Struktur, Herbstfarbe und Winterbild auf überschaubarer Fläche zusammenbringt. Geliefert im 11 × 11 cm-Topf aus unserer Staudengärtnerei in 3. Generation in Goch am Niederrhein.
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Diese Sorte
Rotes Laub statt roter BlüteMiscanthus sinensis 'Lady in Red' PBR – rotlaubiges Chinaschilf
Bei den anderen roten Chinaschilfen trägt die Rispe die Farbe und das Laub bleibt grün. Hier ist es umgekehrt: Ab September färbt der ganze Horst leuchtend rot durch, und im selben Monat schieben sich die silberweißen Federrispen darüber. Rot und Silber am selben Tag, bis zum ersten Nachtfrost. Horstig, ohne Ausläufer, 120 bis 150 cm hoch.

Der Unterschied
Hier ist das Blatt rot, nicht die Blüte
Im Sortiment stehen mehrere Chinaschilfe mit „rot“ im Namen – 'Ferner Osten', 'Red Cloud', 'Rotsilber'. Bei allen sitzt die Farbe in der Rispe, das Laub bleibt grün. 'Lady in Red' dreht das um: Ab September zieht das Rot ins ganze Blatt, nicht nur in die Spitzen, und der Horst färbt von unten bis oben durch.
Bis dahin ist die Pflanze unauffällig grün, jedes Blatt mit einer hellen Mittelrippe. Der Austrieb im Frühjahr zeigt schon einen dunkelvioletten Ton – die Ankündigung dessen, was im Herbst kommt.
- Die Rotfärbung beginnt im September und hält bis zum ersten Nachtfrost
- Sie zieht durch das ganze Blatt, nicht nur über die Spitzen
- Volle Sonne gibt das kräftigste Rot, Halbschatten geht auch
- Im ersten Standjahr fällt die Färbung noch schwächer aus als später

Warum die Wirkung entsteht
Silberweiß über Rot – im selben Monat
Der Grund, genau diese Sorte zu pflanzen, ist nicht das Rot allein, sondern der Kontrast. Die Federrispen erscheinen ab September, also zur selben Zeit wie die Laubfärbung, und sie bleiben hell: silberweiß, später strohfarben ausbleichend. Über dem roten Horst steht damit eine helle Wolke.
Im Gegenlicht ist das der stärkste Moment des Gartenjahres. Wer die Pflanze so setzt, dass die Nachmittagssonne von hinten kommt, bekommt diesen Effekt geschenkt.
- Rispen ab September, gleichzeitig mit der Laubfärbung
- Silberweiß, später strohfarben – die Blüte wird nicht rot
- Nach Westen oder Süden gesetzt kommt das Gegenlicht von selbst
- Rispen stehen lassen: sie tragen die Struktur bis in den Winter

Höhe und Wuchs
120 bis 150 cm: die Größe für den Hausgarten
Chinaschilf gibt es als Zwerg mit 80 cm und als Riesen mit 250 cm und mehr. 'Lady in Red' liegt dazwischen – groß genug, um im Beet zu wirken, klein genug, um nicht alles andere zu erdrücken. An einem günstigen Standort gehen auch 160 cm, die Regel sind 120 bis 150 cm mit Rispen.
Der Horst wächst straff aufrecht mit überhängenden Blattbögen und wird 60 bis 80 cm breit. Er bildet keine Ausläufer: Er wird von Jahr zu Jahr dichter, wandert aber nicht durchs Beet.
- 120 – 150 cm hoch mit Rispen, an guter Stelle bis 160 cm
- 60 – 80 cm breit, horstig und straff aufrecht
- Keine Ausläufer – der Horst bleibt, wo er gesetzt wurde
- Pflanzabstand 80 – 100 cm, das sind 1 bis 2 Pflanzen je Quadratmeter
Was wann passiert
Das erste Jahr gehört der Wurzel
Der häufigste Grund für Enttäuschung ist keine schlechte Pflanze, sondern eine falsche Erwartung an den ersten Sommer. Deshalb zeigen wir beide Jahre nebeneinander.
Pflanzjahr: ein schmaler Trupp
Im ersten Sommer baut die Pflanze vor allem Wurzeln. Oben stehen ein Dutzend Halme und drei bis vier Rispen, die Fläche ringsum bleibt sichtbar frei. Auch die Rotfärbung fällt noch schwächer aus. Das ist kein Mangel, sondern der normale erste Sommer einer Staude aus dem 1-Liter-Topf.
Zweites Standjahr: der volle Horst
Gleicher Standort, gleiche Jahreszeit, nur ein Jahr später: 120 bis 150 cm hoch, 60 bis 80 cm breit, dicht geschlossen. Ab hier steht das Bild, das auf den Fotos zu sehen ist – und es bleibt Jahr für Jahr.
Ab dem dritten Jahr: dichter, nicht höher
Der Horst wird breiter und trägt mehr Rispen, in die Höhe geht es nicht mehr weiter. Geteilt werden muss er nicht – anders als viele Gräser fällt Chinaschilf in der Mitte nicht auseinander.
Gießen ist nur in den ersten Wochen nötig und dann in längeren Trockenphasen des ersten Sommers. Ab dem zweiten Jahr kommt die Pflanze auf normalem Gartenboden allein zurecht.
Ein Jahr im Beet
Vier Zustände derselben Pflanze
Chinaschilf ist kein Gras, das über das Jahr gleich aussieht. Vier Bilder, gleicher Standort, gleiche Buchshecke im Hintergrund: das trockene Wintergerüst, der Stoppel nach dem Frühjahrsschnitt, der grüne Sommerhorst und das rote Herbstbild mit Rispe.

Herbst und Winter
Nicht schneiden – das Gerüst trägt den Winter
Nach dem ersten Nachtfrost bleicht der Horst mahagonibraun aus. Die Halme bleiben aufrecht stehen, fangen Raureif und Schnee und geben dem leeren Beet von November bis März die einzige Struktur. Genau dafür pflanzt man Chinaschilf.
Geschnitten wird erst im Frühjahr, bodennah auf 10 bis 15 cm und bevor der Neuaustrieb kommt. Wer im Herbst schneidet, verschenkt das halbe Jahr – und nimmt der Pflanze den natürlichen Schutz über der Basis.
- Der Horst bleicht mahagonibraun aus und bleibt aufrecht stehen
- November bis März ist er oft die einzige Struktur im Beet
- Rückschnitt erst im Frühjahr, 10 bis 15 cm über dem Boden
- Winterhart bis ca. −23 °C – empfindlicher ist sie gegen Staunässe

Lieferzustand
Wie die Pflanze bei Ihnen ankommt
Der Topf ist immer derselbe: 11 × 11 cm, ein Liter Substrat, gut durchwurzelter Ballen. Was wechselt, ist der Aufwuchs – und zwar stark. Direkt nach dem Frühjahrsschnitt stehen nur wenige Zentimeter über dem Topfrand, im Sommer und Herbst sind es 60 bis 80 cm.
Das sagen wir lieber vorher als hinterher: Eine im April gelieferte Pflanze sieht kurz aus und ist trotzdem vollständig. Entscheidend ist der Ballen, nicht die Höhe des Aufwuchses.
- 11 × 11 cm Topf mit einem Liter Substrat, kräftig durchwurzelt
- Nach dem Frühjahrsschnitt nur wenige Zentimeter Aufwuchs
- Im Sommer und Herbst 60 bis 80 cm im Topf
- Pflanzzeit ist das ganze Jahr, solange der Boden offen ist

Topfgröße
1 Liter statt 0,5 – doppelt so viel Wurzelraum
Wir topfen in 11 × 11 cm. Handelsübliche 9 × 9 Töpfe fassen rund die Hälfte davon. Bei einer Staude, die in einer Saison einen Horst aufbauen soll, ist das der Unterschied zwischen anwachsen und durchhängen.
Der größere Ballen bringt mehr Wurzelmasse ins Pflanzloch, wächst schneller an und übersteht den ersten Sommer sicherer – gerade in einer Trockenphase kurz nach dem Pflanzen.
- 11 × 11 cm mit 1 Liter Substrat statt 9 × 9 mit rund 0,5 Liter
- Mehr Wurzelmasse im Ballen, schnelleres Anwachsen
- Sicherer durch den ersten Sommer, auch bei längerer Trockenheit
- Der Preis liegt einen Euro über der übrigen Chinaschilf-Reihe
Ehrlich gesagt
Wo 'Lady in Red' gut steht – und wo nicht
Pflegeleicht heißt nicht beliebig. Die rechte Spalte ist uns wichtiger als die linke.
Ja, hier fühlt sie sich wohl
- Sonnige Beete mit durchlässigem, mäßig feuchtem Boden
- Als Solitär vor einer Hecke, Mauer oder Rasenfläche
- Kies-, Prärie- und Gräserpflanzungen
- Beete, die im Herbst und Winter nicht leer aussehen sollen
- Größere Kübel ab rund 40 Litern, mit Abzugsloch
- Gärten, in denen ein Gras nicht wandern darf – sie bildet keine Ausläufer
Lieber nicht, hier wird es schwierig
- Schwere, dauernd nasse Böden – Winterwässe ist die größte Gefahr
- Tiefer Schatten – dort bleibt das kräftige Rot aus
- Schmale Beete unter 60 cm Breite, der Horst braucht seinen Platz
- Als blickdichter Sichtschutz – 120 bis 150 cm decken im Sitzen, nicht im Stehen
- Wer im Herbst alles kurz schneiden will: dann fehlt genau das Winterbild
- Beete, in denen schon im ersten Sommer das Endbild stehen soll
Und eines noch: Nicht die Kälte bringt Chinaschilf um, sondern stehende Nässe im Winter. Auf schwerem Boden hilft es, großzügig Sand und Splitt einzuarbeiten und leicht erhöht zu pflanzen.
Wohin damit
Vier Plätze, an denen sie sich bewährt
In der Fläche rechnet man 80 bis 100 cm Abstand, also 1 bis 2 Pflanzen je Quadratmeter. Chinaschilf wirkt anders als kleine Stauden am besten einzeln oder zu dritt, nicht in großen Gruppen.

An der Beetkante
Als Abschluss
Ein einzelner Horst am Beetrand gibt der Pflanzung eine Kante, ohne sie zuzustellen. Gute Partner sind Fetthenne, Sonnenhut und niedrige Astern.

Im Herbstbeet
Sein stärkster Monat
September und Oktober sind die Zeit, für die man die Sorte pflanzt: rotes Laub, helle Rispe und die letzten Blüten der Nachbarn dazu.

Im Gegenlicht
Nach Westen gesetzt
Wenn die Nachmittagssonne von hinten kommt, leuchten die Rispen auf. Ein Platz, an dem man abends vorbeigeht, lohnt sich dafür besonders.

Im Winterbeet
November bis März
Stehen gelassen trägt der ausgebleichte Horst Raureif und Schnee und ist oft das Einzige, was im Beet noch Form hat.
Alle Daten auf einen Blick
Der Steckbrief
Die Angaben gelten für einen sonnigen Standort auf durchlässigem Boden – und ab dem zweiten Standjahr.
- Botanischer Name
- Miscanthus sinensis 'Lady in Red' PBR
- Deutscher Name
- Chinaschilf 'Lady in Red', rotlaubiges Chinaschilf
- Familie
- Süßgräser (Poaceae)
- Wuchshöhe
- 120 – 150 cm mit Rispen (ab dem 2. Standjahr)
- Im Pflanzjahr
- schmaler Trupp, ein Dutzend Halme, 3 – 4 Rispen
- Wuchsbreite
- 60 – 80 cm
- Wuchsform
- horstig, straff aufrecht, keine Ausläufer
- Blütezeit
- ab September bis zum ersten Nachtfrost
- Rispenfarbe
- silberweiß, später strohfarben ausbleichend
- Laub
- Austrieb dunkelviolett und grün mit heller Mittelrippe, ab September leuchtend rot, im Winter mahagonibraun
- Standort
- sonnig bis halbschattig – das kräftige Rot braucht Sonne
- Boden
- gut durchlässig, mäßig feucht, keine Staunässe
- Pflanzabstand
- 80 – 100 cm, 1 – 2 Pflanzen je m²
- Winterhärte
- bis ca. −23 °C, Zone 6a
- Rückschnitt
- erst im Frühjahr, 10 – 15 cm über dem Boden
- Pflegeaufwand
- gering
- Topfgröße
- 11 × 11 cm (1 Liter)
- Sortenschutz
- geschützte Sorte, EU-Sortenschutz 63250
- Verwendung
- Solitär, Kiesgarten, Präriebeet, Herbst- und Winterbild, Kübel
Das Gartenjahr
Wann pflanzen, wann färbt sie, wann wird geschnitten?
Kräftige Farbe heißt Hauptzeit, blasse Farbe heißt: geht auch.
Der Austrieb kommt spät – im April ist an der Stelle oft noch nichts zu sehen. Das ist artgemäß und kein Ausfall.
Drei rote Chinaschilfe
Wo sitzt das Rot?
Alle drei stehen bei uns im Sortiment und wollen dasselbe: Sonne und durchlässigen Boden. Sie unterscheiden sich darin, wo die rote Farbe sitzt – und wann sie kommt.
| Merkmal | Diese Sorte Miscanthus sinensis 'Lady in Red'Rotlaubiges Chinaschilf | Miscanthus sinensis 'Ferner Osten'Rote Rispe, grünes Laub | Miscanthus sinensis 'Purpurascens'Rotorange Herbstfärbung |
|---|---|---|---|
| Wo sitzt das Rot | Im Blatt. Der ganze Horst färbt ab September leuchtend rot durch. | In der Rispe. Sie blüht tiefrot bis bronze, das Laub bleibt lange grün. | Im Blatt, aber später und stumpfer: rot-orange erst im Herbst. |
| Rispenfarbe | Silberweiß ab September, heller Kontrast zum roten Laub. | Tiefrot bis bronzefarben, August bis Oktober, später silbrig. | Silbrig-rosa, August bis Oktober, eher zurückhaltend. |
| Maße | 120 – 150 cm hoch, 60 – 80 cm breit. | 120 – 160 cm hoch, 80 – 100 cm breit. | 120 – 150 cm hoch, 60 – 80 cm breit. |
| Winterhärte | bis ca. −23 °C, geschützte Sorte EU 63250. | bis ca. −20 °C. | bis ca. −25 °C. |
| Wofür man sie nimmt | Wenn rotes Laub und helle Rispe gleichzeitig stehen sollen. | Wenn die Blüte die Farbe tragen soll und nicht das Blatt. | Wenn eine warme Herbstfärbung ohne Blütenkontrast reicht. |
| Zur Pflanze | Zur Pflanze |
Ehrlich eingeordnet: Wer nur eine warme Herbstfärbung möchte, bekommt sie bei 'Purpurascens' zwei Euro günstiger. Der Aufpreis für 'Lady in Red' zahlt sich dort aus, wo rotes Laub und helle Rispe gleichzeitig stehen sollen.

Aus eigener Anzucht
Aus Goch am Niederrhein, frisch aus unserem Bestand
Seit drei Generationen ziehen wir Stauden und Gräser in Goch am Niederrhein. Jede Pflanze verlässt den Betrieb frisch aus dem eigenen Bestand, nicht aus einem Zwischenlager. Was auf dem Bild steht, ist die Kultur, aus der auch Ihre Pflanze kommt.
'Lady in Red' ist eine geschützte Sorte mit EU-Sortenschutz 63250. Wir vermehren sie unter Lizenz – deshalb steht sie einen Euro über der übrigen Chinaschilf-Reihe.
- Staudengärtnerei in dritter Generation, Goch am Niederrhein
- Getopft in 11 × 11 cm mit einem Liter Substrat
- Versand frisch aus dem Bestand, kein Zwischenlager
- Geschützte Sorte, EU-Sortenschutz 63250
Häufige Fragen
Was Kundinnen und Kunden zu 'Lady in Red' fragen
Warum ist die Pflanze bei der Lieferung so kurz?
Chinaschilf wird im Frühjahr bodennah auf 10 bis 15 cm zurückgeschnitten. Direkt danach ist der Aufwuchs nur wenige Zentimeter hoch, bis zum Sommer treibt er auf 60 bis 80 cm durch. Der Topf bleibt derselbe: 11 × 11 cm mit einem Liter Substrat. Entscheidend für das Anwachsen ist der Ballen, nicht die Höhe des Aufwuchses.
Ab wann färbt sich das Laub rot, und braucht die Pflanze dafür volle Sonne?
Die Durchfärbung beginnt im September und hält bis zum ersten Nachtfrost. Halbschatten verträgt die Sorte, aber das kräftige Rot entsteht in der Sonne. Im ersten Standjahr fällt die Färbung noch schwächer aus als später – das volle Bild kommt ab dem zweiten Jahr.
Wird die Blüte auch rot?
Nein. Die Federrispen sind silberweiß und bleichen später strohfarben aus. Genau das ist der Unterschied zu 'Ferner Osten' und 'Red Cloud', bei denen die Rispe die Farbe trägt und das Laub grün bleibt.
Breitet sich das Gras im Beet aus?
Nein. 'Lady in Red' wächst horstig und bildet keine Ausläufer. Der Horst wird von Jahr zu Jahr breiter, wandert aber nicht. Pflanzabstand 80 bis 100 cm, das sind 1 bis 2 Pflanzen je Quadratmeter.
Wann schneide ich zurück – und was passiert, wenn ich es im Herbst tue?
Geschnitten wird im Frühjahr, bevor der Neuaustrieb kommt, auf 10 bis 15 cm. Wer im Herbst schneidet, verliert das Winterbild und nimmt der Basis den natürlichen Schutz. Die abgeschnittenen Halme lassen sich gut als Winterabdeckung für empfindlichere Nachbarn verwenden.
Reicht 'Lady in Red' als Sichtschutz?
Dafür ist sie zu niedrig. 120 bis 150 cm decken den Blick im Sitzen, nicht im Stehen, und von November bis zum Rückschnitt steht nur das trockene Gerüst. Für echten Sichtschutz sind Riesenchinaschilf oder 'Goliath' die richtige Wahl.
Geht sie auch im Kübel?
Ja, ab rund 40 Litern und mit einem sicheren Abzugsloch. Im Kübel muss regelmäßig gegossen werden, und der Topf sollte im Winter nicht in Wasser stehen – stehende Nässe schadet mehr als Frost. Alle drei bis vier Jahre umtopfen oder teilen.
Welcher Boden ist geeignet, und was ist mit schwerem Lehm?
Gut durchlässig und mäßig feucht ist ideal. Auf schwerem Lehm ist nicht die Kälte das Problem, sondern stehende Nässe an der Basis im Winter. Dort großzügig Sand und Splitt einarbeiten und leicht erhöht pflanzen, dann geht es.
Muss ich gießen?
In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ja, und im ersten Sommer bei längerer Trockenheit. Ab dem zweiten Standjahr kommt die Pflanze auf normalem Gartenboden ohne zusätzliches Wasser aus. Im Kübel gilt das nicht – dort wird das ganze Jahr gegossen.






