











Eucalyptus gunnii / Mostgummi-Eukalyptus
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Eucalyptus gunnii – Mostgummi-Eukalyptus mit silbrig-blauem Duftlaub für Garten und Kübel
Was Eucalyptus gunnii ausmacht
Eucalyptus gunnii, der Mostgummi-Eukalyptus, ist die winterhärteste Eukalyptus-Art, die bei uns überhaupt eine Chance hat. Im Handel läuft sie oft unter dem Namen Blaugummibaum – botanisch heißt so allerdings eine andere Art, Eucalyptus globulus, die bei uns keinen Winter übersteht.
Das Besondere ist das Laub. Junge Triebe tragen runde, fast herzförmige Blätter mit einem blaugrauen Wachsfilm – jene Blattform, die man aus Blumensträußen und Kränzen kennt. Ältere Zweige bilden dagegen längliche, lanzettlich bis eiförmige, graugrüne Blätter – etwa 4 bis 9 cm lang und 1,2 bis 3,5 cm breit, also rund dreimal so lang wie breit. Wer das runde Jugendlaub behalten will, schneidet die Pflanze jedes Frühjahr zurück; sie treibt willig wieder aus.
Reibt man ein Blatt zwischen den Fingern, riecht es sofort nach Eukalyptus. Das Laub enthält bis zu dreieinhalb Prozent ätherisches Öl – daher kommt der Duft, und daher kommt auch die Verwendung als Schnittgrün, das noch getrocknet aromatisch bleibt.
Eucalyptus gunnii ist immergrün und steht damit auch im Januar silbrig-blau im Beet, wenn ringsum alles kahl ist. Er wächst schnell – etwa einen halben Meter im Jahr – und lässt sich sowohl als Solitär auspflanzen als auch im Kübel halten.
Vorteile von Eucalyptus gunnii
Silbrig-blaues Laub das ganze Jahr
Immergrün, und im Winter der einzige Farbton dieser Art im Beet. Kein anderes winterhartes Gehölz bringt dieses Blaugrau.Duft beim Streifen
Ein angeriebenes Blatt riecht unverwechselbar nach Eukalyptus. Am Sitzplatz oder neben dem Weg ist das ein Argument für sich.Die winterhärteste Eukalyptus-Art
Aus dem tasmanischen Hochland, wo Frost und Schnee zum Winter gehören. Gut eingewachsen übersteht sie bei uns −12 °C.Schnittgrün aus dem eigenen Garten
Die Zweige halten in der Vase lange und trocknen gut. Ein Rückschnitt im März liefert genau das Material, das im Blumenladen teuer ist.Du bestimmst die Größe
Ohne Schnitt ein Baum von 3–5 m. Mit einem Rückschnitt im Jahr ein Strauch von 1,5–2,5 m. Im Kübel bleibt er bei 1–2 m.
Merkmale von Eucalyptus gunnii
- Botanischer Name: Eucalyptus gunnii
- Deutscher Name: Mostgummi-Eukalyptus
- Weitere Namen: Blaugummibaum (Handelsname), Cider Gum, Tasmanischer Eukalyptus
- Topfgröße: 9 × 9 cm (0,5 Liter)
- Wuchsform: Aufrecht, locker verzweigt, von Anfang an mehrtriebig (5–6 Triebe aus dem Wurzelhals), im Alter mehrstämmig
- Höhe ohne Schnitt: 3–5 m in Mitteleuropa
- Höhe mit Jahresschnitt: 1,5–2,5 m
- Höhe im Kübel: 1–2 m
- Breite: 1,5–3 m
- Zuwachs: Etwa 50 cm im Jahr
- Laub: Immergrün; Jugendlaub rund und silbrig-blau bereift, Altlaub länglich-lanzettlich und graugrün (4–9 cm lang, 1,2–3,5 cm breit)
- Blüte: Cremeweiß – in Mitteleuropa selten und erst an älteren Pflanzen
- Standort: Vollsonnig, warm, windgeschützt
- Boden: Durchlässig, gleichmäßig frisch, leicht sauer (pH 5–6), kalkarm – keine Staunässe
- Winterhärte: Bis −12 °C ab dem dritten Standjahr im Boden
- Rückschnitt: Im März, sehr schnittverträglich
- Pflanzabstand: Als Solitär 2,5–3 m, als lockerer Sichtschutz 1,2 m
- Pflegeaufwand: Mittel
- Besonderheiten: Duftlaub, Schnittgrün, immergrün, schnellwachsend
Eucalyptus gunnii pflegen: Standort, Wasser, Rückschnitt
Standort
Vollsonnig, warm und vor allem windgeschützt. Der Wind ist bei dieser Pflanze wichtiger als die Temperatur: Kalter Ostwind auf immergrünes Laub trocknet sie aus, während der Boden gefroren ist und kein Wasser nachliefert. Eine Hauswand, eine Hecke oder eine Mauer im Rücken sind mehr wert als zwei Grad mehr.
Boden
Durchlässig, humos und leicht sauer – pH 5 bis 6. Kalk verträgt Eucalyptus gunnii schlecht; auf schwerem, kalkhaltigem Lehm kümmert er. Bei zu festem Boden Sand und Kies einarbeiten und leicht erhöht pflanzen, damit im Winter kein Wasser steht.
Bewässerung
Mehr, als man denkt. Über das immergrüne Laub verdunstet die Pflanze das ganze Jahr, auch im Winter. Im ersten Jahr regelmäßig gießen, später in Trockenphasen. An frostfreien Wintertagen gießen – das ist der wichtigste Pflegegriff überhaupt. Kalkarmes Wasser ist besser als hartes Leitungswasser; Regenwasser ist ideal.
Düngung
Im Frühjahr eine Gabe Kompost oder organischer Langzeitdünger. Kübelpflanzen bekommen während der Wachstumszeit regelmäßig Nährstoffe. Keinen Kalkdünger verwenden.
Rückschnitt
Der Schnitt im März ist kein Muss, aber er entscheidet über das Ergebnis. Er hält die Pflanze kompakt und sorgt dafür, dass sie das runde, blaue Jugendlaub nachbildet statt der längeren Altblätter. Eucalyptus gunnii verträgt einen kräftigen Rückschnitt und treibt auch aus altem Holz wieder aus.
Überwinterung
Ausgepflanzt in den ersten beiden Wintern die Wurzelscheibe dick mulchen und das Laub bei Kahlfrost mit Vlies schützen. Im Kübel wird frostfrei überwintert – hell bei 5 bis 10 °C. Im Topf hat die Wurzel keinen Erdkörper, der sie puffert; dort wird es schon bei −5 °C eng.
Eucalyptus gunnii im Garten verwenden
-
Als Solitär
Freistehend im Rasen oder am Beetende – das silbrige Laub setzt sich gegen jedes Grün ab und wirkt aus der Entfernung. -
Im mediterranen Beet
Mit Lavendel, Salbei, Ziergräsern und Santolina. Gleicher Standortanspruch, gleiche Farbfamilie. -
Im Kübel auf der Terrasse
Großes Gefäß, durchlässiges Substrat, im Winter herein. Dafür steht er den Sommer über genau dort, wo man den Duft mitbekommt. -
Als lockerer Sichtschutz
Im Abstand von 1,2 m gesetzt und jährlich geschnitten, ergibt sich in wenigen Jahren ein halbtransparenter, immergrüner Schirm. -
Für die Vase
Zweige des Rückschnitts halten frisch wochenlang und trocknen gut. Der Duft bleibt auch getrocknet erhalten.
Ehrlich gesagt: Das solltest du vorher wissen
- −12 °C ist die Grenze, nicht das Versprechen. Die Zahl gilt für eine gut eingewachsene Pflanze im Boden, ab dem dritten Standjahr, an einem geschützten Platz. Die ersten beiden Winter braucht jede Pflanze Schutz.
- Die meisten Eukalyptus vertrocknen, sie erfrieren nicht. Gefrorener Boden, Sonne und Wind aufs immergrüne Laub – das ist die eigentliche Gefahr. Gießen an frostfreien Tagen ist wichtiger als jede Abdeckung.
- Kalk mag er nicht. Kein Kalkdünger, hartes Leitungswasser nur im Notfall. Auf kalkhaltigem Boden bleibt er klein und wird hellgrün.
- Ohne Schnitt wird aus dem Strauch ein Baum. Und aus dem runden blauen Jugendlaub das längliche graugrüne Altlaub. Wer die runden Blätter will, muss jedes Frühjahr schneiden.
- Er wächst schnell und wurzelt flach. Nicht direkt an die Hauswand, nicht über eine Leitung, nicht in die windigste Ecke des Gartens.
- Nicht für Katze und Hund. Blätter und ätherisches Öl sind für Katzen und Hunde giftig. Wer Tiere hat, die an Pflanzen knabbern, wählt besser etwas anderes.
Passt nicht zu dir, wenn du in rauer Lage oder im Bergland wohnst, wenn dein Boden schwer, kalkhaltig oder staunass ist, wenn der Platz im Schatten liegt, wenn du keinen Schnitt im Jahr einplanen möchtest – oder wenn Katze oder Hund an Pflanzen gehen.
Besonderheiten von Eucalyptus gunnii
- Immergrünes, silbrig-blaues Laub – auch im Winter
- Rundes Jugendlaub, das man aus der Floristik kennt
- Charakteristischer Eukalyptusduft beim Anreiben
- Die winterhärteste Eukalyptus-Art, bis −12 °C eingewachsen
- Schnell wachsend, schnittverträglich, Größe über den Schnitt steuerbar
- Für Auspflanzung und Kübel gleichermaßen geeignet
Häufige Fragen zu Eucalyptus gunnii
1. Wie winterhart ist Eucalyptus gunnii wirklich?
Eine gut eingewachsene Pflanze im Boden übersteht ab dem dritten Standjahr etwa −12 °C. Junge Pflanzen und Kübelexemplare deutlich weniger. Entscheidender als die Temperatur ist ein windgeschützter Platz und Wasser an frostfreien Tagen.
2. Warum heißt er auch Blaugummibaum?
Das ist ein Handelsname, der sich wegen des blauen Laubs eingebürgert hat. Botanisch trägt ihn Eucalyptus globulus, eine frostempfindliche Art. Korrekt heißt Eucalyptus gunnii Mostgummi-Eukalyptus oder Cider Gum.
3. Kann ich ihn im Kübel halten?
Ja, in einem großen Gefäß mit durchlässigem Substrat. Er bleibt dort bei 1–2 m. Im Winter muss der Kübel frostfrei stehen, hell bei 5 bis 10 °C.
4. Wie schnell wächst er?
Etwa 50 cm im Jahr. Ohne Schnitt erreicht er bei uns 3–5 m, mit jährlichem Rückschnitt bleibt er bei 1,5–2,5 m.
5. Wann und wie wird geschnitten?
Im März, gern kräftig. Der Schnitt hält ihn kompakt und lässt ihn das runde, blaue Jugendlaub nachbilden. Er treibt auch aus altem Holz wieder aus.
6. Verliert er im Winter die Blätter?
Nein, er ist immergrün. Nach einem sehr harten Winter kann er Laub abwerfen und aus dem Stamm neu austreiben – auch das ist kein Ausfall.
Fazit zu Eucalyptus gunnii
Eucalyptus gunnii ist die richtige Wahl, wenn du silbrig-blaues, duftendes Laub im Garten haben willst – und bereit bist, ihm den geschützten, sonnigen Platz zu geben, den er braucht. Er wächst schnell, lässt sich über den Schnitt auf jede Größe bringen und steht auch im Winter noch da, wenn ringsum alles kahl ist.
Er ist kein Selbstläufer. Wer in rauer Lage wohnt oder schweren Kalkboden hat, wird nicht glücklich damit. Wer ihn windgeschützt setzt, die ersten beiden Winter schützt und auch im Winter gießt, hat ein Gehölz, das es in dieser Farbe sonst nicht gibt.
Frisch aus unserem Bestand, gezogen in unserer Gärtnerei in 3. Generation in Goch am Niederrhein.
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Diese Art
Die winterhärteste Eukalyptus-ArtEucalyptus gunnii – Mostgummi-Eukalyptus
Silbrig-blaues Duftlaub, das auch im Januar noch dasteht. Eucalyptus gunnii ist die winterhärteste Art der Gattung: immergrün, mit rundem, blau bereiftem Jugendlaub, das beim Anreiben nach Eukalyptus riecht. Ohne Schnitt wird ein Baum von 3–5 m daraus, mit einem Rückschnitt im März ein Strauch von 1,5–2,5 m. Der Schnitt ist hier keine Pflegeübung, sondern die Entscheidung darüber, welche Pflanze in drei Jahren im Garten steht.

Woher die Pflanze kommt
Aus Goch am Niederrhein, in dritter Generation
Seit drei Generationen ziehen wir in Goch am Niederrhein Stauden und Gehölze. Der Eucalyptus gunnii wächst bei uns im Freiland auf dem Feld, im Topf und nicht ausgepflanzt: wind- und wettergewöhnt statt im Gewächshaus verwöhnt.
Versandt wird, was gerade fertig ist. Deshalb finden Sie hier auch kein Foto vom aktuellen Bestand – eine Momentaufnahme aus dem Sommer wäre im Herbst falsch und würde genau die Erwartung erzeugen, die wir vermeiden wollen.
- Gezogen im Freiland auf dem Feld, nicht im Gewächshaus
- Topfgröße 9 × 9 cm, 0,5 Liter
- Versand mit DHL, versandkostenfrei ab 100 €
- Alle Angaben auf dieser Seite gelten für eingewachsene Pflanzen im Boden
Alles Wichtige am Objekt
Woran du die Art erkennst – und was sie braucht
Ein gut eingewachsener Eucalyptus gunnii im dritten Standjahr, jährlich im März geschnitten. Sechs Merkmale am Objekt statt einer Aufzählung.






Die eine Entscheidung
Der Schnitt im März entscheidet, wie er aussieht
Beide Bilder zeigen dieselbe Art. Der Unterschied ist nicht die Sorte und nicht der Standort, sondern die Schere.
Beides ist richtig. Wer den Baum will, lässt ihn stehen und plant 2,5 bis 3 m Platz ein. Wer das blaue Rundlaub will, greift jedes Jahr zur Schere.
Das Gartenjahr
Drei Termine, mehr braucht er nicht
Der Eukalyptus ist keine anspruchsvolle Pflanze. Er ist nur eine, bei der die wenigen Handgriffe zum richtigen Zeitpunkt kommen müssen.
März: der Rückschnitt
Der einzige Termin, der wirklich zählt. Kräftig zurücknehmen – er treibt auch aus altem Holz wieder aus. Wer ihn Jahr für Jahr schneidet, hält ihn bei 1,5 bis 2,5 m und bekommt immer wieder das runde, blaue Jugendlaub. Das Schnittgut wandert in die Vase, nicht auf den Kompost.
April bis September: er wächst
Etwa 50 cm im Jahr. In dieser Zeit braucht er mehr Wasser, als man einem mediterran wirkenden Gehölz zutraut – am besten kalkarmes. Dünger darf sparsam bleiben: üppig ernährt wächst er weich und wird nicht standfester.
November bis März: der Winter
Wurzelscheibe mulchen, bei Kahlfrost das Laub mit Vlies decken. An frostfreien Tagen gießen – immergrünes Laub verdunstet auch im Januar. Im Kübel geht er hell und frostfrei bei 5 bis 10 °C in den Winter.
Die −12 °C gelten für eine eingewachsene Pflanze im Boden ab dem dritten Standjahr. In den ersten beiden Wintern ist Schutz Pflicht, nicht Empfehlung.

Zwei Blattformen
Dieselbe Pflanze trägt zwei verschiedene Blätter
Am jungen Trieb sitzen runde bis herzförmige, blau bereifte Blätter in gegenständigen Paaren dicht am Stiel. Wird der Trieb älter, wechselt die Pflanze auf längliches, graugrünes Laub: 4 bis 9 cm lang, 1,2 bis 3,5 cm breit, wechselständig und deutlich gestielt.
Wer das runde Blau will – und das wollen die meisten –, hält die Pflanze mit dem Märzschnitt jung. Der Duft steckt übrigens in beiden Blattformen: einmal zwischen den Fingern reiben genügt.
- Jugendlaub rund bis herzförmig, gegenständig, blau bereift
- Altlaub länglich-lanzettlich, wechselständig, graugrün
- Immergrün – das Laub bleibt über den ganzen Winter
- Der Wachsfilm auf dem Blatt macht das Silberblau, nicht die Sorte

Winterhärte
Bis −12 °C – ab dem dritten Standjahr
Eucalyptus gunnii ist die winterhärteste Art der Gattung, und genau deshalb muss die Zahl ehrlich stehen: Die −12 °C gelten für eine eingewachsene Pflanze im Boden ab dem dritten Standjahr. Junge Pflanzen und Kübelexemplare vertragen deutlich weniger.
Wichtiger als die Temperatur ist der Platz. Ein windgeschützter Standort vor Mauer oder Hecke bringt mehr als jedes Vlies. Nach einem sehr harten Winter kann er Laub abwerfen und aus dem Stamm neu austreiben – auch das ist kein Ausfall, sondern der normale Weg der Art.
- −12 °C im Boden, eingewachsen, ab dem dritten Standjahr
- Die ersten beiden Winter: mulchen und bei Kahlfrost Vlies
- Im Kübel frostfrei und hell bei 5 bis 10 °C überwintern
- USDA-Zone 8

Wasser und Boden
Die meisten Eukalyptus vertrocknen – sie erfrieren nicht
Über das immergrüne Laub verdunstet die Pflanze das ganze Jahr. Steht sie im gefrorenen Boden und weht dazu Wind, kommt unten nichts nach: Das ist der häufigste Grund, aus dem ein Eukalyptus im Winter eingeht – nicht die Kälte.
Der Boden soll durchlässig, gleichmäßig frisch und leicht sauer sein, pH 5 bis 6. Kalk verträgt er schlecht: Auf schwerem Kalkboden kümmert er. Zum Gießen ist weiches, kalkarmes Wasser besser als hartes Leitungswasser.
- An frostfreien Wintertagen gießen, nicht nur im Sommer
- Boden durchlässig, gleichmäßig frisch, leicht sauer (pH 5–6)
- Kalkarm gießen – Regenwasser ist ideal
- Staunässe verträgt er nicht
Ehrlich eingeordnet
Wo Eucalyptus gunnii gut steht – und wo nicht
Jede verhinderte Fehlpflanzung ist eine verhinderte Enttäuschung. Deshalb steht die rechte Spalte hier genauso ausführlich da wie die linke.
Dafür ist er gemacht
- Vollsonnige, windgeschützte Plätze vor Mauer, Hecke oder Hauswand
- Durchlässiger, gleichmäßig frischer Boden, leicht sauer
- Als Solitär mit 2,5 bis 3 m Platz ringsum
- Große Kübel – wenn ein frostfreies Winterquartier da ist
- Beete, die im Winter nicht leer aussehen sollen
- Wer regelmäßig Schnittgrün für Sträuße und Kränze möchte
Davon würden wir abraten
- Zugige Ecken und Windschneisen – Wind schadet mehr als Frost
- Schwerer, kalkhaltiger Boden – dort kümmert er dauerhaft
- Schatten und Halbschatten – der Wuchs wird weich, das Blau bleibt aus
- Staunässe und verdichtete Stellen ohne Drainage
- Haushalte, in denen Katze oder Hund an Pflanzen knabbern – Blätter und ätherisches Öl sind für sie giftig
- Wer nie schneiden möchte und trotzdem keinen 3 bis 5 m hohen Baum will
- Wer eine Blüte erwartet – in Mitteleuropa blüht die Art praktisch nicht
Wohin damit
Vier Plätze, an denen er sich bewährt
Gemeinsam ist allen vieren: volle Sonne, Rückenschutz gegen Wind und ein Boden, der Wasser durchlässt.

Als Solitär
2,5 bis 3 m Platz
Freistehend trägt die silbrig-blaue Krone das ganze Beet – auch im Januar, wenn ringsum alles kahl ist.

Im Kübel
bleibt bei 1 bis 2 m
Großes Gefäß, durchlässiges Substrat. Im Winter hell und frostfrei bei 5 bis 10 °C – im Topf puffert kein Erdkörper die Wurzel.

Im gemischten Beet
mit Lavendel und Salbei
Vor Lavendel, Salbei und Gräsern kommt das Silberblau am besten zur Geltung – gleiche Ansprüche, gleiche Pflege.

In der Vase
frisch und getrocknet
Die Zweige aus dem Märzschnitt halten wochenlang frisch und trocknen gut. Der Duft bleibt auch getrocknet.
Alle Daten auf einen Blick
Der Steckbrief
Die Angaben gelten für einen vollsonnigen, windgeschützten Standort auf durchlässigem Boden – und für eine eingewachsene Pflanze.
- Botanischer Name
- Eucalyptus gunnii
- Deutsche Namen
- Mostgummi-Eukalyptus, Cider Gum, Blaugummibaum (Handelsname), Tasmanischer Eukalyptus
- Familie
- Myrtengewächse (Myrtaceae)
- Wuchshöhe mit Jahresschnitt
- 1,5 – 2,5 m
- Wuchshöhe ohne Schnitt
- 3 – 5 m
- Wuchsbreite
- 1,5 – 3 m
- Höhe im Kübel
- 1 – 2 m
- Zuwachs
- etwa 50 cm im Jahr
- Laub
- immergrün, silbrig-blau bereift, duftend
- Jugendlaub
- rund bis herzförmig, gegenständig
- Altlaub
- länglich-lanzettlich, 4 – 9 cm lang, wechselständig
- Blüte
- in Mitteleuropa praktisch keine
- Rinde
- hellgrau bis cremefarben, schält sich in Streifen
- Standort
- vollsonnig, warm, windgeschützt
- Boden
- durchlässig, gleichmäßig frisch, leicht sauer (pH 5 – 6), kalkarm
- Pflanzabstand als Solitär
- 2,5 – 3 m
- Winterhärte
- bis −12 °C ab dem 3. Standjahr, USDA-Zone 8
- Schnitt
- kräftiger Rückschnitt im März, treibt aus altem Holz aus
- Verwendung
- Solitär, Kübel, lockerer Sichtschutz, Schnitt- und Trockengrün
- Achtung
- Blätter und ätherisches Öl sind für Katze und Hund giftig
- Topfgröße
- 9 × 9 cm (0,5 Liter)
Das Gartenjahr
Wann pflanzen, wann schneiden, wann schützen?
Kräftige Farbe heißt Hauptzeit, blasse Farbe heißt: geht auch.
Gepflanzt wird im Frühjahr, nicht im Herbst: Die Pflanze braucht eine ganze Saison, um vor dem ersten Winter einzuwurzeln.
Drei Höhen, ein Standort
Immergrüne Struktur in drei Höhen: welche passt in deinen Garten?
Alle drei halten das Beet im Winter zusammen und wollen Sonne. Sie unterscheiden sich in der Höhe – und darin, wie viel Zuwendung sie verlangen.
| Merkmal | Diese Art Eucalyptus gunniiMostgummi-Eukalyptus | Ilex crenata 'Stokes'Niedriger Berg-Ilex | Festuca gautieriBärenfellgras |
|---|---|---|---|
| Höhe | 1,5 – 2,5 m mit Jahresschnitt | 30 – 50 cm | 10 – 15 cm |
| Laub | Silbrig-blau, duftend | Dunkelgrün, kleinblättrig | Frischgrünes Nadelpolster |
| Winterhärte | Bis −12 °C, geschützter Platz nötig | Voll winterhart, ohne Schutz | Voll winterhart, ohne Schutz |
| Platz im Garten | Solitär, Kübel, lockerer Sichtschutz | Beeteinfassung, Kugel, Hecke, Kübel | Steingarten, Kante, Fugen, Kübel |
| Pflege | Schnitt im März, gießen auch im Winter | Schnitt nach Bedarf, sonst genügsam | Kein Schnitt nötig, sehr genügsam |
| Zur Pflanze | Zur Pflanze |
Ehrlich eingeordnet: Wer immergrüne Struktur ohne jede Sonderbehandlung sucht, fährt mit Ilex oder Festuca einfacher. Der Eukalyptus liefert dafür etwas, das die beiden nicht können – Silberblau und Duft.
Häufige Fragen
Was Kundinnen und Kunden zum Eukalyptus fragen
Wie winterhart ist Eucalyptus gunnii wirklich?
Eine eingewachsene Pflanze im Boden verträgt ab dem dritten Standjahr etwa −12 °C. Junge Pflanzen und Kübelexemplare deutlich weniger. Wichtiger als die Temperatur ist ein windgeschützter Platz: In den ersten beiden Wintern Wurzelscheibe mulchen und bei Kahlfrost das Laub mit Vlies decken.
Muss ich ihn schneiden?
Kein Muss – aber der Schnitt im März entscheidet über das Ergebnis. Er hält die Pflanze bei 1,5 bis 2,5 m und lässt sie das runde, blaue Jugendlaub nachbilden. Ohne Schnitt wird ein Baum von 3 bis 5 m daraus, mit freiem Stamm und länglichem graugrünem Laub.
Warum heißt er auch Blaugummibaum?
Das ist ein Handelsname wegen des blauen Laubs. Botanisch trägt ihn Eucalyptus globulus, eine frostempfindliche Art, die bei uns nicht draußen überwintert. Eucalyptus gunnii heißt korrekt Mostgummi-Eukalyptus oder Cider Gum.
Kann ich ihn im Kübel halten?
Ja, in einem großen Gefäß mit durchlässigem Substrat. Er bleibt dort bei 1 bis 2 m. Im Winter muss der Kübel frostfrei stehen, hell bei 5 bis 10 °C – im Topf hat die Wurzel keinen Erdkörper, der sie puffert.
Verliert er im Winter seine Blätter?
Nein, er ist immergrün. Nach einem sehr harten Winter kann er Laub abwerfen und aus dem Stamm neu austreiben. Auch das ist kein Ausfall, sondern der normale Weg der Art – in dem Fall im März beherzt zurückschneiden.
Warum geht ein Eukalyptus im Winter ein, wenn er doch winterhart ist?
Weil er meist vertrocknet und nicht erfriert. Über das immergrüne Laub verdunstet er auch im Januar. Ist der Boden gefroren und weht dazu Wind, kommt unten nichts nach. Deshalb: windgeschützt setzen und an frostfreien Wintertagen gießen.
Blüht er bei uns?
Praktisch nicht. In Mitteleuropa kommt Eucalyptus gunnii kaum zur Blüte – schon gar nicht, wenn er jährlich geschnitten wird. Wer ihn kauft, kauft das Laub, nicht die Blüte. Aus demselben Grund geben wir hier auch keinen Insektenwert an.
Ist er für Katze und Hund giftig?
Ja. Blätter und ätherisches Öl sind für Katzen und Hunde giftig. In Haushalten, in denen Tiere an Pflanzen knabbern, ist er deshalb keine gute Wahl – weder im Beet noch als Schnittgrün in der Vase.
Riecht er wirklich nach Eukalyptus?
Ja, beim Anreiben. Ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben genügt. Von allein duftet er nur an sehr warmen Tagen deutlich. Der Duft bleibt auch im getrockneten Schnittgrün erhalten.
Wie kommt die Pflanze bei mir an?
Im 9 × 9 cm-Topf mit 0,5 Liter Substrat, gezogen im Freiland auf dem Feld. Die Höhe beim Versand schwankt über das Jahr deutlich – im Frühjahr frisch geschnitten, im Spätsommer deutlich gewachsen. Wir versenden, was gerade fertig ist.






