










Eryngium planum / Flachblatt-Mannstreu
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Eryngium planum – Die hohe Edeldistel für sonnige, trockene Beete
Was Eryngium planum ausmacht
Eryngium planum, der Flachblatt-Mannstreu oder auch Blaue Edeldistel, ist die hohe Stammform der Gattung – und damit ein ganz anderer Auftritt als die kompakten Zwergsorten. Aus einem festen Horst grüner Grundblätter steigen im Hochsommer 60 bis 80 cm hohe, oben reich verzweigte Stängel auf, die sich mit der Blüte stahlblau verfärben.
An jedem Verzweigungsende sitzt ein kleiner, eiförmiger Blütenkopf, umgeben von einem Kranz schmaler, stachliger Hüllblätter. Weil eine einzige Pflanze Dutzende dieser Köpfe trägt, entsteht kein einzelner Blickfang, sondern eine blaue Wolke mit großer Fernwirkung. Diese Blütenstände sind ein Magnet für Schmetterlinge.
Der Flachblatt-Mannstreu ist eine Pflanze für den vollsonnigen, trockenen, eher mageren Standort: Kiesgarten, Präriebeet, Steppenpflanzung, sonniger Beetrücken. Auf durchlässigem Boden ist er nach dem Anwachsen praktisch unverwüstlich und kommt ohne Gießen aus. Was er nicht verträgt, ist Nässe im Winter.
Vorteile von Eryngium planum
Höhe, die den Unterschied macht
Mit 60–80 cm gehört die Art in die Beetmitte – dort, wo kompakte Sorten wie 'Blue Hobbit' mit 25–40 cm nicht hinkommen.Blaue Wolke statt Einzelblüte
Dutzende kleine Blütenköpfe je Pflanze ergeben eine luftige, weithin sichtbare Struktur.Magnet für Schmetterlinge
Die Blütenköpfe werden von Juli bis September durchgehend angeflogen.Trockenheitsverträglich durch Pfahlwurzel
Die tiefe Wurzel holt sich Wasser, wo flach wurzelnde Stauden längst schlappmachen.Winterstruktur und Vase
Hervorragende Schnitt- und Trockenblume; stehen gelassen tragen die Samenstände Raureif durch den Winter.
Merkmale von Eryngium planum
- Botanischer Name: Eryngium planum
- Deutscher Name: Flachblatt-Mannstreu, Blaue Edeldistel
- Topfgröße: 9 × 9 cm (0,5 Liter)
- Wuchsform: Aufrecht, horstig, oben stark verzweigt
- Höhe: 60–80 cm
- Breite: 40–50 cm
- Blattfarbe: Graugrün, ledrig, gezähnt; Stängel zur Blüte blau überlaufen
- Blüte: Viele kleine, eiförmige stahlblaue Köpfe mit stachligem Hüllblattkranz (Juli–September)
- Standort: Vollsonnig, warm, trocken
- Boden: Durchlässig, sandig bis kiesig, eher mager, kalkverträglich – keine Staunässe
- Winterhärte: Bis −25 °C winterhart
- Pflanzabstand: 40 cm, etwa 6 Pflanzen pro m²
- Pflegeaufwand: Sehr gering
- Besonderheiten: Pfahlwurzel, Schnitt- und Trockenblume, Magnet für Schmetterlinge, Winterstruktur
Eryngium planum pflegen
Standort:
Volle Sonne, je wärmer und trockener, desto besser. Im Halbschatten bleibt die Pflanze weich, wird nicht richtig blau und neigt zum Auseinanderfallen.
Boden:
Durchlässig muss er sein – sandig, kiesig, gern mager und kalkhaltig. Auf schwerem, feuchtem Lehm hält der Flachblatt-Mannstreu den Winter nicht durch. Bei zu nahrhaftem Boden schießt er hoch und kippt um.
Pflanzen:
Wegen der Pfahlwurzel gleich an den endgültigen Platz setzen. Umsetzen im Folgejahr verträgt die Pflanze schlecht.
Bewässerung:
In den ersten Wochen nach dem Pflanzen angießen. Danach nur in extremer Dürre – dauerhafte Feuchtigkeit schadet mehr als Trockenheit.
Düngung:
Nicht nötig. Kompost und Volldünger führen zu weichem, kippendem Wuchs.
Rückschnitt:
Zwei Möglichkeiten: Samenstände im Spätsommer abschneiden, wenn keine Sämlinge gewünscht sind – oder bis zum Vorfrühling stehen lassen, dann tragen sie Reif und Schnee.
Winterhärte:
Bis −25 °C, ohne Winterschutz. Entscheidend ist nicht die Kälte, sondern der trockene Stand.
Eryngium planum im Beet verwenden
-
Kiesgarten und Präriebeet
Zwischen Gräsern kommt die blaue Silhouette am besten zur Geltung – Schwingel, Federgras, Rutenhirse. -
Zweistufig mit 'Blue Hobbit'
Die kompakte Sorte nach vorn, die Art dahinter: gleicher Farbton, zwei Höhen, ein sehr geschlossenes Bild. -
Klassische Trockenpartner
Lavendel, Salbei, Sonnenhut und Fetthenne teilen den Standortanspruch und brauchen dieselbe Pflege. -
In Gruppen pflanzen
Drei bis fünf Pflanzen im Abstand von 40 cm ergeben die blaue Wolke – eine einzelne Pflanze wirkt verloren. -
Für die Vase
Kurz vor der vollen Blüte schneiden und kopfüber trocknen, dann hält die Blaufärbung monatelang.
Ehrlich gesagt: Das solltest du vorher wissen
- Später Austrieb. Im Frühjahr passiert wochenlang scheinbar nichts. Das ist normal und kein Ausfall.
- Erstes Jahr gehört der Wurzel. Aus dem 9 × 9-Topf wächst zunächst die Pfahlwurzel. Eine Blüte im Pflanzjahr ist möglich, aber schwach – die volle Höhe und die dichte Blütenwolke kommen ab dem zweiten Standjahr.
- Sät sich aus. Der Flachblatt-Mannstreu vermehrt sich willig über Samen. Wer keine Sämlinge möchte, schneidet die Samenstände vor der Reife ab.
- Stachlig. Hüllblätter und Blattränder sind pieksig – nicht direkt an schmale Wege oder dorthin, wo barfuß gelaufen wird.
Passt nicht zu dir, wenn dein Boden schwer, lehmig und feucht ist, wenn der Platz im Schatten oder Halbschatten liegt, wenn du schon im ersten Jahr volle Wirkung erwartest oder wenn du keine Sämlinge im Beet möchtest.
Besonderheiten von Eryngium planum
- Hohe Stammform der Edeldistel – 60–80 cm für die Beetmitte
- Stahlblaue Blütenköpfe von Juli bis September
- Pfahlwurzel: trockenheitsverträglich ohne Gießen
- Winterhart bis −25 °C, langlebig und pflegeleicht
- Hervorragende Schnitt- und Trockenblume mit Winterstruktur
Häufige Fragen zu Eryngium planum
1. Worin unterscheidet sich die Art von 'Blue Hobbit'?
Vor allem in der Höhe: Die Art wird 60–80 cm hoch und gehört in die Beetmitte, 'Blue Hobbit' bleibt mit 25–40 cm im Vordergrund. Die Art bildet viele kleine Blütenköpfe, 'Blue Hobbit' wenige größere.
2. Wann blüht Eryngium planum?
Von Juli bis September. Die Samenstände bleiben danach dekorativ und können bis zum Vorfrühling stehen bleiben.
3. Muss ich gießen?
In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ja. Danach kommt die Pflanze durch ihre Pfahlwurzel ohne zusätzliches Wasser aus.
4. Ist die Pflanze winterhart?
Ja, bis −25 °C und ohne Winterschutz. Wichtig ist ein durchlässiger Boden – Winternässe ist gefährlicher als Frost.
5. Wie viele Pflanzen brauche ich pro Quadratmeter?
Etwa 6 Pflanzen pro m² bei 40 cm Abstand. Für eine geschlossene Wirkung lieber in Gruppen von drei bis fünf setzen als einzeln verteilen.
Fazit zu Eryngium planum
Eryngium planum ist die Wahl für alle, die Blau in Augenhöhe wollen statt am Beetrand. Die Art bringt Struktur, Fernwirkung und eine Blütezeit mitten im Hochsommer – genau dann, wenn viele Beete eine Lücke haben. Sie verlangt nichts außer Sonne und einem durchlässigen Boden.
Frisch aus unserem Bestand, gezogen in unserer Staudengärtnerei in 3. Generation in Goch am Niederrhein.
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Diese Art
Die hohe StammformEryngium planum – Flachblatt-Mannstreu
Die Art, aus der die kompakten Gartensorten gezüchtet wurden – und die dabei deutlich höher und feiner verzweigt geblieben ist. Aus einer graugrünen Grundrosette steigen im Hochsommer 60 bis 80 cm hohe Stängel auf, die sich zur Blüte selbst blau färben und Dutzende kleiner stahlblauer Köpfe tragen. Vollsonne, magerer durchlässiger Boden, kein Gießgang.

Höhe und Wuchs
Blau in Augenhöhe statt am Beetrand
Wer „Edeldistel“ sucht, findet meist die Zwergformen. Eryngium planum ist das Original: 60 bis 80 cm hoch, oben vielfach verzweigt, mit Dutzenden kleiner Blütenköpfe je Pflanze. Damit gehört die Art in die Beetmitte – dorthin, wo 'Blue Hobbit' mit 25 bis 40 cm nicht hinkommt.
Die Spanne von 60 bis 80 cm ist echt und hängt am Boden: Auf magerem Kies bleibt die Pflanze am unteren Ende und steht dafür fest, auf nährstoffreichem Gartenboden schießt sie ans obere Ende und neigt zum Auseinanderfallen.
- 60 – 80 cm hoch und 40 – 50 cm breit – die Breite entsteht oben durch die Verzweigung
- Die Grundrosette bleibt flach und kompakt, davor passen niedrige Stauden
- Zur Blüte färben sich auch die oberen Stängelabschnitte stahlblau
- Weniger düngen heißt hier: schöner und standfester wachsen
Alles Wichtige am Objekt
Die Maße dort, wo sie hingehören
Ein ausgewachsener Bestand im dritten Standjahr. Endhöhe, Abstand, Blütenkopf, Stängelfärbung und Grundrosette – direkt am Objekt beschriftet statt in einer Aufzählung versteckt.

Lieferzustand
Was in der Kiste ankommt
Eine gut durchwurzelte Jungpflanze im eckigen 9 × 9 cm-Topf, rund 0,5 Liter. Weder blühend noch in Endhöhe – das ist der normale Zustand einer Staude in dieser Topfgröße und kein Mangel.
Je nach Jahreszeit kommt sie mit Blüte oder frisch zurückgeschnitten an. Beides ist richtig: Entscheidend ist der Ballen, nicht der Aufbau über der Erde.
- Gut durchwurzelt, aber nicht vertopft
- Vor dem Pflanzen den Ballen wässern, bis keine Blasen mehr aufsteigen
- So tief setzen, wie sie im Topf stand, angießen – und danach mager halten
- Am besten im Frühjahr oder Frühherbst pflanzen
Was wann passiert
Das erste Jahr gehört der Wurzel
Der häufigste Grund für Enttäuschung bei dieser Art ist keine schlechte Pflanze, sondern eine falsche Erwartung an den ersten Sommer.
Pflanzjahr: die Wurzel arbeitet
Oben bleibt es überschaubar – etwa 30 bis 40 cm, eine erste Blüte ist möglich, fällt aber schwach aus. Unterdessen treibt die Pflanze ihre Pfahlwurzel tief in den Boden. Das ist kein Mangel, sondern die Reihenfolge, in der diese Art arbeitet.
Zweites Standjahr: das Endbild
60 bis 80 cm, oben vielfach verzweigt, die dichte blaue Wolke. Ab hier hält die Pflanze dieses Bild – gleiche Stelle, gleicher Bildausschnitt, nur ein Jahr später.
Ab dem dritten Jahr: kräftiger, nicht größer
Der Horst wird mit jedem Standjahr dichter und trägt mehr Blütenköpfe. In die Höhe geht es nicht mehr weiter – die 80 cm sind die Grenze, nicht der Anfang.
Dazu kommt der späte Austrieb: Im März und April passiert wochenlang scheinbar nichts, während die Nachbarstauden längst grün sind. Nicht nachgraben, nicht ersetzen – lieber die Stelle markieren, damit beim Frühjahrsputz nicht versehentlich dort gehackt wird.

Warum die Wirkung entsteht
Viele kleine Köpfe statt einer großen Kugel
Eine einzelne Pflanze trägt Dutzende eiförmiger Blütenköpfe von etwa 1,5 bis 2 cm, jeder umgeben von einem Kranz schmaler, stachliger Hüllblätter. Es gibt deshalb keinen einzelnen Blickfang, sondern eine luftige blaue Wolke mit großer Fernwirkung.
Das ist der Unterschied zur Kugeldistel und zu den kompakten Sorten: Deren wenige große Köpfe wirken aus der Nähe, diese hier wirkt über das ganze Beet. Und genau deshalb gehört die Art in Gruppen – einzeln gesetzt wirkt sie verloren.
- Blütenköpfe 1,5 – 2 cm, viele davon je Pflanze
- Die Färbung geht über Wochen von grünlich nach stahlblau, Höhepunkt im August
- Bei viel Sonne kräftiger blau – im Halbschatten bleibt es blass
- Ein Magnet für Schmetterlinge, die an die flachen Blütenköpfe gut herankommen
Ein Sommer in drei Bildern
Von grün über stahlblau nach silbergrau
Die Blütenköpfe färben sich nicht auf einen Schlag. Über Wochen wandert die Farbe von grünlich nach stahlblau, im Herbst hellen die Stände zu Silbergrau auf – und bleiben dann stehen.

Die wichtigste Regel
Mager und trocken – sonst nichts
Diese Art verlangt nichts außer Sonne und einem durchlässigen Boden. Was sie nicht verträgt, ist Nässe: Eine Pflanze, die im nassen Boden steht, geht bei −15 °C ein, während dieselbe Pflanze im durchlässigen Kiesbeet −25 °C übersteht. Drainage schlägt Abdeckung.
Halbschatten ist keine Alternative, sondern der zweite Ausschlussgrund. Dort bleibt der Wuchs weich, die Stängel färben sich kaum blau, und die Pflanze fällt auseinander.
- Kein Dünger – weder beim Pflanzen noch später
- Durchlässig, sandig bis kiesig, gern mager und kalkhaltig
- Schwerer, feuchter Lehm ist der einzige echte Ausschlussgrund
- Volle Sonne. Je heißer und trockener der Platz, desto besser das Ergebnis
Wer schweren Boden hat, muss nicht verzichten: großzügig Sand und Splitt ins Pflanzloch einarbeiten und leicht erhöht pflanzen – das löst das Problem in den meisten Gärten.
Ehrlich gesagt
Wo Eryngium planum gut steht – und wo nicht
Anspruchslos heißt nicht beliebig. Die rechte Spalte ist uns wichtiger als die linke.
Ja, hier fühlt sie sich wohl
- Vollsonnige Beete mit durchlässigem, eher magerem Boden
- Kies-, Steppen- und Präriepflanzungen
- Die Beetmitte, wo die Höhe zur Geltung kommt
- Heiße, trockene Lagen vor Südmauern und an Böschungen
- Beete, die im Winter nicht leer aussehen sollen
- Naturnahe Pflanzungen, in denen Sämlinge willkommen sind
Lieber nicht, hier wird es schwierig
- Schwerer, feuchter Lehm ohne Drainage – dort übersteht sie den Winter nicht
- Schatten und Halbschatten – der Wuchs wird weich, das Blau bleibt aus
- Frisch gedüngte, nährstoffreiche Rabatten
- Schmale Wege und Flächen, auf denen barfuß gelaufen wird – die Hüllblätter pieksen
- Beete, in denen keine Sämlinge auftauchen dürfen
- Pflanzungen, bei denen schon im ersten Sommer das Endbild stehen soll
Und eines noch: Wegen der tiefen Pfahlwurzel verträgt die Art das Umsetzen schlecht. Einmal an den endgültigen Platz – ein Verpflanzen im Folgejahr wirft sie weit zurück.

Herbst und Winter
Die Samenstände bleiben stehen
Nach der Blüte lohnt es sich, die Schere liegen zu lassen. Die Samenstände bleiben über den Winter stehen, tragen Raureif und Schnee und halten das Beet auch im Januar in Form. Für die Pflanze ist das ebenfalls der bessere Weg.
Wer keine Sämlinge möchte, schneidet die Samenstände im Spätsommer vor der Reife ab – dann bleibt der Bestand dort, wo er gepflanzt wurde. Beides ist richtig; es ist eine Entscheidung, keine Pflegefrage.
- Winterhart bis etwa −25 °C, ohne jeden Winterschutz
- Nicht die Kälte ist das Risiko, sondern stehende Nässe an der Wurzel
- Rückschnitt bodennah erst im Vorfrühling, kurz vor dem Neuaustrieb
- Hervorragende Schnitt- und Trockenblume: kurz vor der Vollblüte schneiden und kopfüber trocknen
Wohin damit
Vier Plätze, an denen sie sich bewährt
In der Fläche rechnet man 40 cm Abstand, also rund sechs Pflanzen je Quadratmeter.

Im Kiesgarten
Ihr bester Platz
Mager, durchlässig, heiß – genau dort steht sie am festesten. Gute Partner sind Fetthenne, Perowskie und Schafgarbe.

Im Präriebeet
Zwischen Gräsern
Vor Rutenhirse, Federgras und Blauschwingel kommt die blaue Silhouette am besten zur Geltung – gleiche Ansprüche, gleiche Pflege.

In der Beetmitte
Drei bis fünf Stück
Die Höhe trägt die Mitte des Beetes. In Gruppen gesetzt entsteht die blaue Wolke – gleichmäßig verteilte Einzelpflanzen ergeben sie nicht.

In der Vase
Frisch und getrocknet
Kurz vor der Vollblüte geschnitten und kopfüber getrocknet, hält die Blaufärbung monatelang.
Alle Daten auf einen Blick
Der Steckbrief
Die Angaben gelten für einen vollsonnigen Standort auf durchlässigem Boden – und ab dem zweiten Standjahr.
- Botanischer Name
- Eryngium planum
- Deutscher Name
- Flachblatt-Mannstreu, Blaue Edeldistel
- Familie
- Doldenblütler (Apiaceae)
- Wuchshöhe
- 60 – 80 cm (ab dem 2. Standjahr)
- Höhe im Pflanzjahr
- 30 – 40 cm
- Wuchsbreite
- 40 – 50 cm
- Blütezeit
- Juli – September, Höhepunkt im August
- Blütenfarbe
- stahlblau, Stängel mitgefärbt
- Laub
- graugrün, ledrig, gezähnt, sommergrün
- Standort
- vollsonnig, warm, trocken
- Boden
- durchlässig, sandig bis kiesig, mager, kalkverträglich
- Pflanzabstand
- 40 cm, rund 6 Pflanzen je m²
- Winterhärte
- bis −25 °C, Zone 5b
- Wurzelsystem
- tiefe Pfahlwurzel – nicht umsetzen
- Besonderheit
- sät sich willig aus; Hüllblätter sind stachlig
- Topfgröße
- 9 × 9 cm (0,5 Liter)
- Verwendung
- Kiesgarten, Präriebeet, Steppenpflanzung, Schnitt- und Trockenblume
Das Gartenjahr
Wann pflanzen, wann blüht sie, wann wird geschnitten?
Kräftige Farbe heißt Hauptzeit, blasse Farbe heißt: geht auch.
Der Austrieb kommt spät – im März und April ist an der Stelle oft noch nichts zu sehen. Das ist artgemäß und kein Ausfall.



Drei Höhen, ein Standort
Welche Höhe passt in dein Beet?
Alle drei wollen dasselbe: Vollsonne und durchlässigen Boden. Sie unterscheiden sich in der Höhe – und damit im Platz, den sie im Beet einnehmen.
| Merkmal | Diese Art Eryngium planumFlachblatt-Mannstreu | Eryngium planum 'Blue Hobbit'Kompakte Edelblaudistel | Thymus praecox 'Red Carpet'Roter Polsterthymian |
|---|---|---|---|
| Höhe | 60 – 80 cm | 25 – 40 cm | 5 – 10 cm |
| Platz im Beet | Beetmitte, gibt Struktur | Vordergrund, Steingarten, Kübel | Fugen, Kanten, Flächen |
| Blüte | Stahlblau, Juli bis September | Stahlblau, Juni bis September | Karminrot, Juni bis Juli |
| Wirkung | Viele kleine Köpfe, blaue Wolke | Wenige große, kräftige Köpfe | Flacher, begehbarer Teppich |
| Wasserbedarf | Sehr gering, tiefe Pfahlwurzel | Sehr gering | Sehr gering |
| Zur Pflanze | Zur Pflanze |
Ehrlich eingeordnet: Wer den Vordergrund oder einen Kübel bepflanzen will, ist mit 'Blue Hobbit' besser bedient. Die Art hier spielt ihre Stärke in der Beetmitte aus – und nur dort.

Aus eigener Anzucht
Gezogen in Goch am Niederrhein
Wir ziehen unsere Stauden selbst – ein Staudenbetrieb in dritter Generation. Unsere Pflanzen stehen in Topfkultur auf offenen Kulturflächen, im Wind und im Wetter, nicht im geschützten Gewächshaus. Was den Betrieb verlässt, ist an draußen gewöhnt.
Wir schreiben lieber vorher dazu, was eine Staude im ersten Jahr noch nicht leistet, als hinterher zu enttäuschen. Bei dieser Art heißt das: später Austrieb, volle Höhe ab dem zweiten Standjahr.
- Staudengärtnerei in dritter Generation, Goch am Niederrhein
- Eigene Anzucht, nicht zugekauft
- Topfkultur auf offenen Kulturflächen – wind- und wettergewöhnt
- Frisch aus dem Bestand versendet, nicht aus dem Lager
Häufige Fragen
Was Kundinnen und Kunden zur Edeldistel fragen
Welcher Boden ist geeignet – und auf welchem geht die Pflanze ein?
Durchlässig, sandig bis kiesig, eher mager und gern kalkhaltig. Auf schwerem, feuchtem Lehm übersteht sie den Winter nicht. Nicht die Kälte ist das Problem, sondern stehende Nässe an der Wurzel. Bei schwerem Boden hilft es, großzügig Sand und Splitt einzuarbeiten und leicht erhöht zu pflanzen.
Geht Eryngium planum auch im Halbschatten?
Nein. Im Halbschatten bleibt der Wuchs weich, die Stängel färben sich kaum blau und die Pflanze fällt auseinander. Volle Sonne ist hier Bedingung, nicht Empfehlung.
Warum sieht meine Pflanze im ersten Jahr so mager aus?
Sie baut zuerst ihre Pfahlwurzel. Oben passiert wenig, unten viel – im Pflanzjahr bleibt sie bei etwa 30 bis 40 cm. Volle Höhe und die dichte Blütenwolke kommen ab dem zweiten Standjahr, dafür hält die Pflanze das Bild dann viele Jahre.
Im Frühjahr tut sich nichts. Ist die Pflanze eingegangen?
Sehr wahrscheinlich nicht. Diese Art treibt spät aus – im März und April ist oft noch nichts zu sehen, während die Nachbarstauden längst grün sind. Nicht nachgraben und nicht ersetzen. Am besten die Stelle im Herbst markieren, damit beim Frühjahrsputz nicht dort gehackt wird.
Sät sich die Pflanze aus?
Ja, willig. In naturnahen Pflanzungen ist das erwünscht – es entstehen von selbst neue Gruppen an Stellen, die der Pflanze passen. Wer keine Sämlinge möchte, schneidet die Samenstände im Spätsommer vor der Reife ab. Junge Sämlinge lassen sich leicht ausziehen.
Worin unterscheidet sie sich von kompakten Sorten wie 'Blue Hobbit'?
Vor allem in der Höhe: 60 bis 80 cm gegenüber 25 bis 40 cm. Die Art bildet viele kleine Blütenköpfe und gehört in die Beetmitte, die Zwergsorten wenige größere und bleiben im Vordergrund. Beide zusammen ergeben ein sehr geschlossenes Bild: die Sorte nach vorn, die Art dahinter.
Wie viele Pflanzen brauche ich pro Quadratmeter?
Sechs bei 40 cm Abstand. Rechnerisch sind es 6,25 – gepflanzt werden sechs. Wichtiger als die Zahl ist die Anordnung: Gruppen von drei bis fünf ergeben die blaue Wolke, gleichmäßig verteilte Einzelpflanzen nicht.
Kann ich sie später umsetzen?
Besser nicht. Die tiefe Pfahlwurzel bricht beim Ausgraben fast immer ab, und die Pflanze wird weit zurückgeworfen oder geht ein. Deshalb gleich an den endgültigen Platz setzen und dort einwachsen lassen.
Muss ich gießen?
In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ja. Danach kommt die Pflanze durch ihre Pfahlwurzel ohne zusätzliches Wasser aus – dauerhafte Feuchtigkeit schadet ihr mehr als Trockenheit.






