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Naturgarten & Nektarpflanzen

Naturnaher Staudengarten mit Echinacea und Salbei

Naturgarten & Nektarpflanzen

Ein Garten, in dem etwas los ist

Ein Naturgarten ist kein ungepflegter Garten. Er ist ein Garten, der so bepflanzt ist, dass er außer Ihnen noch jemanden ernährt. Der Unterschied liegt in der Sortenwahl: Gefüllte Blüten aus dem Gartencenter sehen üppig aus, haben aber weder Pollen noch Nektar – für ein Insekt sind sie eine leere Werbetafel. Ungefüllte Sorten von Sonnenhut, Salbei, Zierlauch und Storchschnabel dagegen sind vom ersten Tag an belagert.

Auf dieser Seite finden Sie alle 152 Sorten unseres Sortiments, die für einen naturnahen, blütenreichen Garten taugen – dazu die Anleitung, ein Pflanzplan mit Stückzahlen für 10 m² und das, worauf es bei einer Nektarpflanzung wirklich ankommt: nicht auf viele Arten, sondern auf eine lückenlose Blühfolge.

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Direkt zu allen 57 Pflanzen ↓

Ungefüllte Blüten

Pollen und Nektar statt reiner Optik

152 passende Sorten

Stauden, Gräser und Gehölze aus einer Hand

Direkt vom Feld

Frisch aus unserer Gärtnerei am Niederrhein

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Erst planen, dann pflanzen

Was eine Nektarpflanzung von einem Blumenbeet unterscheidet

🐝 Die Blühfolge, nicht die Blütenzahl

Entscheidend ist nicht, wie viel im Juni blüht, sondern ob im März und im September auch etwas da ist. Genau dann herrscht in den meisten Gärten Trachtlücke. Planen Sie deshalb von hinten: Was blüht bei Ihnen im Frühjahr, was im Spätsommer? Sonnenhut, Fetthenne und Astern tragen bis in den Oktober, Zierlauch und Storchschnabel setzen früh ein.

🌾 Große Trupps statt Sammlung

Ein einzelnes Exemplar je Sorte sieht unruhig aus und lohnt sich für die Insekten kaum – viele Wildbienen fliegen gezielt eine Pflanzenart an und brauchen davon eine sichtbare Menge. Pflanzen Sie deshalb lieber sieben Sorten in Gruppen von fünf bis neun Stück als dreißig Sorten einzeln. Das Beet wird dadurch ruhiger und wirksamer zugleich.

✂️ Weniger aufräumen

Der wirksamste Beitrag kostet nichts: die Stauden über den Winter stehen lassen. In den hohlen Stängeln überwintern Wildbienen und Schwebfliegen, die Samenstände sind Vogelfutter, und die Reifschicht auf den Blütentellern ist im Januar der schönste Teil des Gartenjahrs. Zurückgeschnitten wird erst im Februar oder März.

In vier Schritten zur Nektarpflanzung

1 · Fläche vorbereiten

Für ein Staudenbeet die Fläche vollständig von Wurzelunkraut befreien – Quecke, Giersch und Winde kommen sonst durch jede Pflanzung zurück. Anders als beim Kiesbeet darf der Boden hier nährstoffreich sein, sehr fette Böden werden allerdings mit etwas Sand oder feinem Splitt abgemagert, damit die Stauden standfest bleiben. Frischen Mist oder Blaukorn braucht kein Naturbeet.

Pflanzplan Naturgarten: Bepflanzungsbeispiel fuer 10 Quadratmeter mit Sonnenhut, Steppensalbei, Storchschnabel und Ziergraesern

Zum Abschreiben

Pflanzplan für 10 m²

55 Pflanzen auf 10 m², also fünf bis sechs Stück je Quadratmeter. Die Auswahl ist so zusammengestellt, dass von Mai bis Oktober durchgehend etwas blüht und im Winter Struktur stehenbleibt. Alle Sorten sind lieferbar und brauchen einen sonnigen Standort:

So gelesen wird der Plan: Die drei Lampenputzergräser kommen nach hinten oder als Gruppe in eine Ecke. Davor die Sonnenhut- und Salbeigruppen, jeweils zusammenhängend und nicht einzeln verstreut. Zierlauch und Storchschnabel bilden die mittlere Schicht und schließen die zeitliche Lücke zwischen Salbei im Juni und Sonnenhut ab August. Der Günsel kommt als geschlossene Decke nach vorn und in alle verbleibenden Lücken. Wer sich das Rechnen sparen möchte, nimmt das fertige Bienenbeet-Set gleich darunter.

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Hintergrund

Naturgarten und Nektarpflanzen – warum die Sortenwahl alles entscheidet

Nektarreich ist kein Etikett, sondern eine botanische Eigenschaft. Entscheidend ist, ob eine Blüte ungefüllt ist. Bei gefüllten Sorten sind die Staubblätter züchterisch in zusätzliche Blütenblätter umgewandelt worden – die Blüte hat dann schlicht keinen Pollen mehr, und der Nektar ist oft nicht mehr erreichbar. Eine gefüllte Dahlie oder eine gefüllte Rose kann noch so groß blühen: Für eine Biene ist sie wertlos. Ungefüllte Sorten von Sonnenhut, Steppensalbei, Zierlauch, Fetthenne und Storchschnabel dagegen liefern beides.

Der zweite Punkt ist die Blühfolge. Die meisten Gärten haben im Juni Überfluss und im März sowie ab Ende August fast nichts. Genau in diesen Trachtlücken entscheidet sich, ob ein Volk oder eine Wildbienengeneration durchkommt. Früh tragen Blausternchen, Lungenkraut, Günsel und blühende Sträucher, spät Fetthenne, Astern, Sonnenhut und Katzenminze nach dem Rückschnitt. Ein Beet, das diese beiden Ränder abdeckt, nützt mehr als eines mit doppelt so vielen Sommerblühern.

Drittens die Menge je Art. Rund ein Drittel der heimischen Wildbienen ist auf wenige oder sogar eine einzige Pflanzengattung spezialisiert. Für sie zählt nicht die Artenvielfalt im Beet, sondern ob ihre Pflanze in ausreichender Zahl vorhanden ist. Deshalb ist ein Beet mit sieben Sorten in Gruppen von sieben Stück wertvoller als eines mit fünfzig Einzelpflanzen – und es sieht zudem deutlich ruhiger aus.

Zuletzt der Umgang mit dem Winter. Der übliche Herbstputz entfernt genau das, worauf es ankommt: hohle Stängel als Nistplatz, Samenstände als Futter, Laub als Frostschutz für Puppen und Larven. Ein Naturgarten wird im Februar gemacht, nicht im Oktober. Das ist bequemer und im Ergebnis besser.

Noch Fragen?

Häufige Fragen zum Naturgarten

Die Mischung macht es

Die vier Bausteine eines Naturgartens

Ein naturnahes Beet lebt von Schichten: eine geschlossene Bodendecke unten, kräftige Blühstauden in der Mitte, Gräser als ruhige Gegenstimme und ein paar Gehölze, die früh im Jahr die erste Tracht liefern.

Bodendecker · 56 Sorten

Die Grundfläche. Sie hält den Boden beschattet und feucht, spart das Mulchen und schließt die Lücken zwischen den Blühstauden. Günsel, Storchschnabel und Thymian blühen dabei selbst mit und sind im Frühjahr die erste Anlaufstelle.

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Besonders nektarreich · 47 Sorten

Die Kernsorten. Alles, was hier steht, ist ungefüllt, gut zugänglich und wird bei uns auf dem Feld sichtbar angeflogen. Wer wenig Platz hat und maximale Wirkung möchte, wählt aus dieser Liste.

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Gräser · 25 Sorten

Die Ruhe. Gräser blühen unscheinbar, sind aber der Grund, warum ein Naturbeet nicht chaotisch wirkt: Sie verbinden die Farbtupfer, bewegen sich im Wind und tragen die Fläche durch den ganzen Winter.

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Gehölze · 17 Sorten

Die frühe Tracht. Blühende Sträucher liefern im März und April Nahrung, wenn die Stauden noch nicht so weit sind, und geben dem Beet gleichzeitig einen Rahmen und Windschutz.

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Blühende Stauden und Sträucher, die Nektar und Pollen liefern und den Garten über die ganze Saison hinweg lebendig halten. Storchschnabel, Sonnenhut, Salbei, Flammenblume, Lavendel und Spiersträucher werden von Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen zuverlässig angeflogen.